

Auch für alte, umweltbelastende Heizungen mit schlechter Energieausnutzung gelten demnächst die verschärften Abgasverlust-Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV). Sie könnten schon bald das "Aus" für solche Anlagen bedeuten. Die seit einigen Jahren bereits für Neuanlagen geltenden verschärften Grenzwerte können viele Altanlagen nicht einhalten. "Diesen Heizungsoldies zeigt der Schornsteinfeger schon bald die rote Karte", so Produktmanager Michael Allgaier von Junkers/Bosch-Thermotechnik. "Die letzte Frist zur Heizungsmodernisierung endet am 1. November 2004. Darum sollten Betreiber jetzt nach Ende der Heizperiode ihre Bescheinigung über die letzte Abgasmessung des Schornsteinfegers mit einem Heizungsfachmann anschauen, um zu entscheiden, ob eine Sanierung der Anlage angeraten oder sogar unumgänglich ist."
Für eine Modernisierung im Sommer gibt es gute Gründe. Ohne den Druck einer drohenden Stilllegung der Heizung kann man den Sanierungstermin besser planen und vorbereiten. Zudem ist im Sommer leichter ein Handwerkertermin zu bekommen. Daneben muss man bei einer Sanierung in der warmen Jahreszeit nicht frierend in der ungeheizten Wohnung sitzen.
Die Modernisierungsfristen für Heizungen führte der Gesetzgeber ein, weil alte Anlagen in der Regel überdimensioniert und unzureichend wärmegedämmt sind. Deshalb verbrauchen sie zu viel Energie, verursachen hohe Brennstoffkosten und belasten die Umwelt. Dagegen sparen etwa moderne Gas-Brennwertgeräte bis zu 40 Prozent Energie im Vergleich zu alten Kesseln. Wer jetzt seine alte Heizung im Einfamilienhaus durch ein modernes Gas-Brennwertgerät ersetzt, spart Geld, die Modernisierung macht sich so in vielen Fällen beinahe von selbst bezahlt. Darüber hinaus profitieren Modernisierer von der hohen Betriebssicherheit neuer Heizkessel. Und wer von Öl- auf Gasheizung umstellt, kann sogar noch Nutzfläche gewinnen – wo einst die Öltanks standen, entsteht beispielsweise Platz für einen Hobbyraum.
Zusätzlichen Anreiz zum Austausch alter Heizungen schaffen Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt zinsgünstige Kredite für den Einbau von Heizkesseln mit Brennwerttechnik bereit. Wer darüber hinaus auf solare Warmwasserbereitung setzt, erhält vom Staat finanzielle Zuschüsse. Einige Bundesländer bieten zusätzliche Förderprogramme. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Kommunen und Versorgungsunternehmen den Einbau von Gas-Brennwertgeräten.