Studie von Techem zum Heizölverbrauch 2002/2003 in 129 deutschen Städten. Durchschnittlich 16,05 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²) benötigten die westdeutschen Haushalte*) in Mehrfamilienhäusern in der Heizperiode 2002/03. Gegenüber dem Vorjahr mit 16,25 l/m² gab es damit einen marginalen Rückgang. Diese Zahlen veröffentlichte die Techem AG, ein europaweit führendes Unternehmen bei Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser, in ihrer Studie "Energiekennwerte, Ausgabe 2004". Basis der Analyse waren 206.000 Wohnungen in 129 Städten.
Auffallend auch in diesem Jahr die großen regionalen Unterschiede. So benötigen Haushalte in Schleswig-Holstein mit rund 22 l/m² etwa doppelt soviel Energie wie Unna oder Lünen im westlichen Westfalen (rund 12 l/m²). Spitzenreiter ist diesmal Langenhagen bei Hannover (23,52 l/m²) vor Husum (22,02) und Cuxhaven (21,28). Die niedrigsten Verbräuche gab es in Unna mit 11,73 l/m² sowie Wittlich (12,85), Lünen (12,88) und Dinslaken (12,97 l/m²).
Techem analysiert den deutschen Heizenergieverbrauch seit 1978 und registrierte in dieser Zeit einen Rückgang um über 30 Prozent. Techem-Pressesprecher Wolfgang Franke: "Ein Grund dafür sind die Aktivitäten der Wohnungswirtschaft, die Bestände energetisch zu verbessern und dadurch die Betriebskosten zu senken. Der andere Grund: die individuelle Verbrauchsabrechnung, die die Bevölkerung zu bewusstem Umgang mit Heizen motiviert. Allerdings gab es in den letzten Jahren nur noch marginale Bewegungen nach unten. Die Verbraucher benötigen deshalb weitere Instrumente, beispielsweise intelligente Hausautomationssysteme zur Einzelraum-Temperaturregelung, die ihnen beim Energiesparen helfen."
Die detaillierten Ergebnisse der Analyse stehen in der 116-seitigen Studie "Energiekennwerte". Bestellungen: Techem Energy Services GmbH & Co. KG, Abteilung FLZL, Höchster Straße 74, 65835 Liederbach, Telefax: 069/ 30 097611, E-Mail: [email protected] (Bestell-Nummer: 09982074, 18 Euro).
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*) Die Analyse beschränkt sich ausschließlich auf westdeutsche Haushalte, weil in Ostdeutschland überwiegend mit Gas oder Fernwärme geheizt wird. Die wenigen ölbeheizten Wohnungen lassen hier keine repräsentative Verbrauchsaussage zu.