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News vom 21.07.2004

Anteil erneuerbarer Energien steigt auf 3,1 Prozent


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes hat sich der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Primärenergieverbrauch in den letzten zwölf Jahren von 0,8 auf 3,1 Prozent erhöht.

Zu den erneuerbaren Energieträgern werden demnach permanent vorhandene oder sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende natürliche Energievorkommen gerechnet. Im einzelnen sind dies Solarenergie, Umgebungswärme, Windenergie, Wasserkraft, Energie aus Biomasse und geothermische Energie.

Der bedeutendste Energieträger bei der Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen ist mit einem Anteil von 58 Prozent die Biomasse, wozu allerdings auch Abfälle gerechnet werden. Es folgen Wasserkraft (18 Prozent) und Windkraft (16 Prozent).

Stromerzeugung
Eine rasante Entwicklung wird im Beobachtungszeitraum für den Anteil am Bruttostromverbrauch verzeichnet. Er stieg von 2,8 Prozent im Jahr 1991 auf 7,9 Prozent im Jahr 2003 an. Im gleichen Zeitraum stieg der Bruttostromverbrauch um 9,1 Prozent an (2003: 589,0 Terrawattstunden). Der Anteil der Wasserkraft lag hier bei 3,5 % während die Windkraft 3,1 % beitrug. Insbesondere die Windkraft legte im Beobachtungszeitraum in absoluten Zahlen enorm zu. Wurden 1991 noch 0,1 TWh erzeugt waren es 2003 18,5 TWh. Der aus Windkraft gewonnen Strom stammt fast ausschließlich aus Anlagen von Privatinvestoren.

Wärmeerzeugung
Der Anteil der aus erneuerbaren Energieträgern gewonnene Wärme am Gesamtprimärenergieverbrauch liegt bei etwa 1,5 Prozent. Der überwiegende Anteil mit 86 Prozent wird hierbei durch die Verbrennung von Biomasse erzeugt.

Kraftstoffe
Zur Zeit ist nahezu ausschließlich sogenannter Biodiesel (Rapsmethylester – RME) bedeutsam. Die Erzeugung von Biodiesel ist von 200 Tonnen im Jahr 1991 auf rund 700.000 Tonnen im Jahr 2003 gesteigert worden. Die flächendeckende Einführung anderer Kraft- und Treibstoffe auf Basis erneuerbarer Energieträger (Bioethanol, -methanol, Synthetisches Benzin, Biogas, u.a.) kommt aufgrund der hohen Kosten nur zögerlich voran.

Ausführliches Zahlenmaterial zur Entwicklung bietet der Aufsatz "Erneuerbare Energien 1991 - 2003" in der Zeitschrift "Wirtschaft und Statistik", Heft 5/2004.

Der Beitrag ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes abrufbar.

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