Privatsphäre-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Privatsphäre-Einstellungen
Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Privacy Icon
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Dienste von anderen Unternehmen (Google AdSense)
Beim akzeptieren dieser Option erlauben Sie unserer Webseite Google AdSense zu verwenden. Google AdSense verwendet Cookies, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf Ihren Interessen basieren können.Bitte beachten Sie, dass durch das Akzeptieren der entsprechenden Cookies Daten an Google LLC in den USA übermittelt und dort verarbeitet werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzhinweise
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 02.08.2004

Biogas: Erneuerbare Energie mit Potenzial


Anbau von Energiepflanzen wird lukrativer / Neuer ForschungsReport informiert.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass langfristig mehr als zehn Prozent des Primärenergiebedarfs Deutschlands über Biomasse gedeckt werden kann. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Biogas, aus dem sich Strom und Wärme, aber auch Kraftstoff gewinnen lässt. Um das Potenzial dieser umweltfreundlichen und regenerierbaren Energieform auszuschöpfen, bedarf es aber noch erheblicher Forschungsanstrengungen. Problemfelder sind zum Beispiel unerwünschte Beistoffe wie Spurengase oder die noch nicht befriedigende Energieeffizienz. In der neuen Ausgabe des ForschungsReports (1/2004), dem Wissenschaftsmagazin des Senats der Bundesforschungsanstalten, informiert der Biogas-Technologe Dr. Peter Weiland von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) über die Technik der Biogaserzeugung und die Arbeiten seines Teams. Schon 1952 hatte die FAL als erste Forschungseinrichtung in Europa verschiedene Biogasanlagen auf ihrem Gelände zu Versuchszwecken errichtet.

Biogas entsteht bei der Zersetzung von organischem Material. In einem mehrstufigen Prozess vergären Mikroorganismen unter Ausschluss von Luft bzw. Sauerstoff hochmolekulare Stoffe wie Gülle oder Pflanzenteile zu niedermolekularen Bausteinen, die schließlich zu einem brennbaren Gasgemisch aus Methan und Kohlendioxid umgesetzt werden. Je nach Ausgangsstoff kann Biogas aber auch geringe Mengen an Schwefelwasserstoff enthalten, das die Nutzungsaggregate korrodieren lässt und entfernt werden muss. In der Praxis besorgen das Schwefelbakterien, die im Gärsubstrat natürlicherweise vorkommen. Doch deren Leistung ist häufig unzureichend, da sie nicht genügend Besiedlungsfläche im Reaktor vorfinden. Das Team von Peter Weiland konnte zeigen, dass es mit Hilfe eines speziellen Rieselfilters technisch möglich ist, die Besiedlungsfläche für die nützlichen Helfer zu erhöhen und den Schwefelwasserstoffgehalt um bis zu 99 % zu verringern.

Zur Erzeugung von Biogas werden bisher üblicherweise Reststoffe aus der Landwirtschaft verwendet. Der größte Teil der derzeit rund 2.000 Anlagen in Deutschland steht daher auch in landwirtschaftlichen Betrieben. Mit der jetzt in Kraft tretenden Neuregelung des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) wird für die Bauern auch der gezielte Anbau von Energiepflanzen interessanter, da für die Stromerzeugung aus pflanzlichen Materialien ein Bonus von bis zu 6,0 Cent/kWh gezahlt wird. Geeignet sind grundsätzlich alle Grünpflanzen, solange sie nur eine geringe Verholzung aufweisen. Welche Pflanzen besonders in Frage kommen, wird an der FAL derzeit untersucht. Die Unterschiede sind beträchtlich: Aus einer Tonne Futterrübensilage lassen sich 95 Kubikmeter Biogas gewinnen, aus einer Tonne Maissilage 213 Kubikmeter. Lukrativ ist auch die Verarbeitung von Rückständen aus der Lebensmittel- und Agrarindustrie, denn die hierbei erzielten Entsorgungserlöse können die Rentabilität der Biogaserzeugung verbessern. Aus Gemüseabfällen lassen sich im Schnitt 60 Kubikmeter Biogas pro Tonne gewinnen, aus einer Tonne Glycerin, das bei der Produktion von Biodiesel anfällt, sogar stolze 810 Kubikmeter. Bei einem durchschnittlichen Methangehalt von 60 Volumenprozent entspricht ein Kubikmeter Biogas 0,6 Kubikmetern Erdgas oder 0,6 Litern Heizöl.

Für die Verstromung von Biogas stehen heute unterschiedliche Motortypen zur Verfügung, die sich im Wirkungsgrad, der Lebensdauer und den Investitionskosten deutlich unterscheiden. Eine interessante Zukunftsperspektive sind Brennstoffzellen, die höhere elektrische Wirkungsgrade und geringere Schadgasemissionen aufweisen. Dazu ist allerdings eine Aufbereitung des Biogases zu biogenem Wasserstoff notwendig. Derzeit wird ein entsprechendes Verfahren an der Biogasanlage der FAL erstmals im halbtechnischen Maßstab erprobt. Darüber hinaus befasst sich die Bundesforschungsanstalt auch mit der Verwendung von Biogas als Kraftstoff. Hierzu muss das Gas so aufbereitet werden, dass es mit den für Erdgas entwickelten Techniken kompatibel ist. Durch den Einsatz von Biogas könnten die fahrzeugspezifischen Emissionen an Stickoxiden, Kohlenmonoxid und höheren Kohlenwasserstoffen deutlich vermindert werden.

Der Beitrag über Biogas im ForschungsReport 1/2004 ist Teil des Schwerpunktthemas "Agrartechnik". Das 52-seitige Magazin kann kostenlos über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten bezogen werden.

Klicken Sie hier.

Aktuelle Forenbeiträge
Sandrapv1991 schrieb: Guten Morgen, Ich habe eine Wolf CHA 07 und habe ein Zeitprogramm...
Hamburgerjunge schrieb: Moin aus Hamburg, seit Feb. 2026 läuft meine WP Buderus 7kw...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Armaturen und Ventile für die Heizungstechnik
Armaturen und Ventile für die Heizungstechnik
Website-Statistik