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News vom 02.08.2004

Solar-Fabrik AG erstmals mit Gewinn


Die Freiburger Solar-Fabrik AG hat im ersten Halbjahr 2004 erstmals in ihrer Firmengeschichte einen Gewinn eingefahren. Musste in der Vergleichperiode des Vorjahres noch ein Verlust von knapp 1,8 Mio. Euro verbucht werden, steht in diesem Jahr ein Gewinn von 319.000 Euro zu Buche. Der Umsatz betrug 22,2 Mio. Euro. Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf einen "Nachfrage-Boom" bei Solaranlagen zurück. "Wir gehen davon aus, dass wir das Ergebnis aus den ersten sechs Monaten zum Jahresende übertreffen können", erklärte Investor Relations-Manager Martin Schlenk im Gespräch mit pressetext.deutschland. Solar-Fabrik erwartet einen Jahresumsatz von 46 bis 50 Mio. Euro. Die gesamte Jahresproduktion mit einer Kapazität von 16 Megawatt sei bereits verkauft. Das Umsatzvolumen werde zwischen 46 und 50 Mio. Euro betragen.

Den Hauptgrund für den Boom in der Photovoltaik-Industrie sieht Schlenk im Erneurbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Bundesregierung hat erst vor kurzem die Einspeisevergütungen für Solarstrom erhöht. Darüber hinaus sind Finanzierungen für Solarprojekte wesentlich vereinfacht worden. Um der Nachfrage, die weitaus größer als das Angebot sei, Herr zu werden, wird Solar-Fabrik nach eigenem Bekunden in rund zwei Wochen mit einer weiteren Produktionslinie Photovoltaikanlagen herstellen. "Dafür haben wir 30 neue Mitarbeiter rekrutiert", sagte Schlenk. Im Jahr 2005 will die Freiburger Aktiengesellschaft Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt 35 Megawatt verkaufen.

Den Großteil der Kunden machen Fachbetriebe aus, die ihrerseits die Solaranlagen an die Endkunden weiterverkaufen. Hauptgeschäftspartner der Solar-Fabrik ist der Energieriese RWE. Der Essener Konzern ist einerseits Zellenlieferant für die Produktion der Photovoltaikanlagen und andererseits der größte Abnehmer der Solar-Fabrik. Zehn Megawatt hat das Freiburger Unternehmen laut Schlenk in diesem Jahr an RWE verkauft. Die Exportquote ist mit derzeit rund fünf Prozent relativ bescheiden. Schlenk geht aber davon aus, dass in den nächsten Jahren das Auslandsgeschäft stark zunehmen wird. Hintergrund dazu seien dem EEG ähnliche Gesetze in EU-Mitgliedsländern wie es etwa Spanien jüngst verabschiedet habe.

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