Experten zeichnen düsteres Bild für zwei Modellstädte Paris und Chicago. Die Hitzeperioden in diesem Jahrhundert werden an Intensität und an Länge zunehmen, so lautet das Ergebnis einer Studie von Forschern des
National Center for Atmospheric Research NCAR laut Wissenschaftsmagazin
Science. Nach den Klimamodellen werden in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts in einigen Regionen Europas und Nordamerikas die Wetterextreme zunehmen. Die steigenden CO2-Emissionen werden die Situation noch weiter anheizen.
"Die extremen Wetter- und Klimabedingungen werden zur größten Belastung der Menschheit in diesem Jahrhundert werden", meint Studienleiter Jerry Meehl vom NCAR. Die Hitzewellen werden vor allem den Süden und Westen der USA sowie den Mittelmeerraum, Teile von Frankreich und Deutschland sowie den Balkan treffen. Grund für die Annahme des Forschers sind atmosphärische Zirkulationen, die durch die Treibhausgase weiter angefeuert werden.
Wetterextreme wie die Hitzewelle in Chicago 1995 und im Sommer 2003 in Frankreich werden zunehmen. Nach den Angaben der Behörden forderte die Hitzeperiode in Frankreich im Vorjahr rund 15.000 Menschenleben. Die beiden Forscher haben Kontrollpunkte nahe der beiden Städte Paris und Chicago genommen, um Hitzewellen-Charakteristika genau zu untersuchen und zukünftige Szenarien zu zeichnen. Das verwendete Computermodell "Parallel Climate Model" ergab, dass die Hitzeperioden in den beiden Kontrollstädte in der Zeit von 2080 bis 2099 um bis zu 31 Prozent zunehmen werden.
Die Forscher konnten anhand des Modells auch zeigen, dass die Länge der Hitzewellen deutlich zunimmt. In Paris werden die durchschnittlichen Hitzeperioden von heute 8,33 bis 12,69 auf 11,39 bis 17,04 Tage steigen. Auch in Chicago werden sich diese deutlich verlängern.