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News vom 16.09.2004

ISH Frankfurt: Mobil und drahtlos via Internet kommunizieren

Derzeit größter Hotspot Europas auf der Messe Frankfurt durch T-Com "scharf" geschaltet.

Auf dem frankfurter Messegelände wurde der derzeit größte T-Com-Hotspot in Europa "scharf" geschaltet. Mit dem neuen Service W-LAN gelangt jetzt jeder Messebesucher und Aussteller in Frankfurt auf dem gesamten Gelände kabellos per Funktechnologie ins Internet. "Von E-Mail über Surfen bis hin zur sicheren Verbindung in das eigene Firmennetzwerk stehen unseren Nutzern damit alle Möglichkeiten der modernen PC- Kommunikation zur Verfügung", erklärte Dr. Andreas Winckler, Bereichsleiter Service der Messe Frankfurt.

Rund 300 Antennen machen das 470.000 Quadratmeter große Messeareal mit seinen zehn Ausstellungshallen W-LAN-fähig. Voraussetzung für die Nutzung des neuen Service ist ein W-LAN-fähiges Notebook oder PDA. Ein für Aussteller maßgeschneidertes Angebot des Messeservices ermöglicht ihnen den Zugang über die gesamte Messedauer. Besucher können sich an Automaten in den Eingangsbereichen so genannte Voucher kaufen, auf denen ein Guthaben für den Zugang zum Internet zu marktüblichen Preisen geladen ist. Alternativ ist die direkte Abrechnung über Kreditkarte möglich.

Die Voucher enthalten eine Benutzerkennung, die auf der Portal-Startseite den Zugang ins Internet freischaltet. Zudem können die W-LAN-Kunden online im Portal einen zeitlich limitierten Zugang ins Netz freischalten. Aussteller oder Dauergäste können auch eine Flatrate für die gesamte Messezeit erhalten. Die Kosten variieren je nach Anzahl der Messetage. An den Automaten können die Kunden mit EC- oder Kreditkarte bezahlen.

Das W-LAN nutzt den weltweit gängigen Standard IEEE 802.11b/g, so dass auch ausländische Gäste in der Regel mit ihren Endgeräten und W-LAN-Karten online gehen können. Zudem erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit bei diesem Standard bis zu 54 Mbit/s brutto. Das heißt, dass selbst bei vielen parallel surfenden Messegästen eine ausreichende Rate für jeden zur Verfügung steht.

Die Messe Frankfurt hat den Hotspot zusammen mit T-Com in Form eines Betreibermodells realisiert. Die Messe Frankfurt sorgt für die technische Infrastruktur des Messegeländes und die Kunden, T-Com realisierte das Funknetz und betreut den Betrieb.

Vor allem im Interesse ihrer Aussteller und Besucher würde die Messe Frankfurt die Einführung eines regionalen "Hotspot- Passes Rhein-Main" begrüßen. Damit könnten Besucher der Region von der Ankunft, während der gesamten Messedauer bis zur Abreise jederzeit und überall in den W-LAN-Installationen im Rhein-Main-Gebiet online gehen, ohne sich beim individuellen W-LAN-Betreiber einzelne Voucher erwerben zu müssen. Wichtige Grundlage für eine solche Kooperation wäre eine gemeinsame Abrechnungsplattform. "Die Messe Frankfurt ist an einer Zusammenarbeit zwischen den W-LAN-Anbietern im Rhein-Main-Gebiet sehr interessiert, denn das wäre ein Gewinn für die ganze Region, von dem insbesondere unsere Aussteller und Besucher profitieren könnten", so Andreas Winckler.

In der Rhein-Main-Metropole Frankfurt ist die Idee eines flächendeckenden Hotspots schon heute nahezu Realität. Geschäftsreisende, z. B. die jährlich 2,6 Millionen Messebesucher sowie Bürger, die mobil unterwegs sind und im Internet recherchieren oder ihre E-Mails abrufen müssen, können in Frankfurt bereits auf zahlreiche W-LAN-Installationen zugreifen. Der Flughafen bietet seit Anfang des Monats eine komplette Abdeckung an. Der Hauptbahnhof, zahlreiche Business-Hotels, Gastronomiebetriebe, öffentliche Plätze in der Innenstadt, die Goethe Universität, selbst schon Tankstellen sind mit W-LAN- Technologie ausgestattet. Der Aufbau von Hotspots ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Um dem stetig wachsenden Datenaufkommen gerecht zu werden, wurde bereits im September letzten Jahres das größte Rechenzentrum für das mobile Internet nach W-LAN-Standard in Frankfurt eröffnet. Das W-LAN-Rechenzentrum stellt den Verknüpfungspunkt von Hunderten von Hotspots dar.

"Mit diesem zentralen W-LAN-Knoten nimmt Frankfurt wie bereits beim stationären Internet auch beim mobilen Internet eine Schlüsselfunktion in der Infrastruktur in Deutschland ein", erklärte Dr. Hartmut Schwesinger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH. Auch Ulrike Gehring, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main und Vorsitzende des Ausschusses Informationswirtschaft, meint: "Frankfurt am Main nimmt mit seiner Telekommunikationsinfrastruktur die Spitzenstelle in Deutschland ein. Dazu gehört auch die umfangreiche Versorgung mit WLAN-Hotspots. Die Attraktivität der Messestadt Frankfurt wird durch einen gemeinsamen Zugangspass für alle Hotspots für den Business-Server noch einmal gesteigert."

Das Angebot eines Hotspot-Passes Rhein-Main wäre somit der richtige Schritt, um der Schlüsselfunktion weiter gerecht zu werden, darin waren sich alle Beteiligten einig.

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