Geplatzte Rohrleitungen und Probleme mit der Trinkwasserversorgung sind alljährlich in der kalten Jahreszeit wieder an der Tagesordnung. Die richtigen frostsicheren Armaturen können dabei nicht nur vor Winterschäden schützen, sondern auch die Trinkwasserqualität bewahren helfen. Laut Sanitärhersteller Grohe genügt allerdings ein Großteil der Außenwand- und Gartenventile in Deutschland nicht den Vorschriften der Trinkwasserverordnung – mit möglicherweise fatalen Konsequenzen.
Christian Dependener, Sanitärinstallateur beim Fachbetrieb Büscher in Mettingen, kennt sich mit Außenwandventilen gut aus: "Wir raten den Bauherren, schon beim Neubau daran zu denken, dass einfache Gartenventile keinen Schutz vor der Kälte bieten." Auch bei einer nachträglichen Ausstattung mit Armaturen, die den Normen entsprechen, sei der Aufwand für die zusätzliche Sicherheit allemal gerechtfertigt.
Gleich mehrfach geschützt: Für die Frostsicherheit der Außenarmatur "Eurotec" von Grohe zuständig und an der Oberseite als "Ausbuchtung" erkennbar ist die Rohrbelüftung. Sie sorgt dafür, dass kein Wasser in der Armatur "stehen bleibt". Ein zweiter Rohrbelüfter – von der Funktion her eigentlich ein "Schlauchbelüfter" – bildet mit dem Rückflussverhinderer im Innern der Armatur zusammen eine Sicherungskombination.
"Es reichen drei bis vier Tage hintereinander mit Temperaturen um die minus 10 bis 15 Grad, schon ist man wieder viel unterwegs, um geplatzte Rohre zu reparieren", berichtet Christian Dependener, Sanitärinstallateur in Mettingen / Westfalen. Der Geselle aus dem Fachbetrieb Büscher verfügt über große Erfahrung in der Thematik. Mehrmals monatlich baut er Außenwandventile ein, am liebsten gleich die frostsicheren, weil es dann keinen Ärger mit Reklamationen gibt: "Wir raten den Bauherren, schon beim Neubau daran zu denken, dass einfache Gartenventile keinen Schutz vor der Kälte bieten. Das Wasser in der Leitung gefriert, dehnt sich aus, bringt das Rohr zum Platzen, und der Schaden ist enorm. So weit muss es nicht kommen."
Nicht nur im Neubau, sondern auch nachträglich bietet sich der vorsorgliche Einbau einer frostsicheren Armatur an. "Der Austausch dauert, je nach örtlichen Gegebenheiten, möglicherweise nur etwa ein Stunde – Ausbau der alten und Anschluss der neuen Armatur inklusive. Wer auf diese kleine Investition verzichtet, kann später mit vielfach höheren Kosten zu tun haben", erklärt Dependener.
"Leerlauf" trotzt dem Frost Insbesondere bei Häusern, die nicht unterkellert sind, treten Probleme mit kältebedingten Rohrschäden häufiger auf. Denn hier ist es bei Winteranbruch zumeist nicht möglich, das Rohrstück, das an der Hauswand der Kälte ausgesetzt ist, zu entleeren. Eine frostsichere Armatur, die nach jedem Gebrauch automatisch leer läuft, nimmt es dem Hausbesitzer hingegen ab, rechtzeitig daran denken zu müssen. Und: So gibt es im Garten auch in der „Eiszeit“ stets fließendes Wasser.
Für die Frostsicherheit der Außenarmatur "Eurotec" von Grohe zuständig und an der Oberseite als "Ausbuchtung" erkennbar ist die Rohrbelüftung. Sie sorgt dafür, dass kein Wasser in der Armatur "stehen bleibt". Wird die Armatur nach Gebrauch zugedreht, gibt der Rohrbelüfter automatisch den Zustrom von Luft frei. So kann das in der Armatur stehende Wasser durch den Schlauchanschluss abfließen. Die Armatur "läuft leer".
Schmutzwasser muss draußen bleiben Ein zweiter Rohrbelüfter – von der Funktion her eigentlich ein "Schlauchbelüfter" – bildet mit dem Rückflussverhinderer im Innern der Armatur zusammen eine Sicherungskombination. Sie schirmt die Trinkwasserversorgung gegen schädliche äußere Einflüsse ab. Weil an Garten- und Außenwandventilen in der Regel auch Schläuche angeschlossen werden, müssen sie laut DIN EN 1717 (auch geregelt in der DIN 1988.4) unbedingt mit Barrieren gegen das Eintreten von Schmutzwasser in die Hausspeisung ausgestattet sein. Der Rohrbelüfter am Schlauchanschluss ist die erste Absicherung, indem er ein Rückfließen aus dem Schlauch zur Entnahmestelle unterbindet; der Rückflussverhinderer bietet zusätzlichen Schutz.
Diese zweistufige Sicherung verhindert das Rückfließen, -drücken oder -saugen von Schmutzwasser in die Trinkwasserleitung. "Das Rückfließen wäre besonders gefährlich, wenn zum Beispiel das Ende des Schlauches in einem Gartenteich, Planschbecken oder sonstigen Gewässer liegt", weiß Installateur Dependener.
Mehrfache Absicherung – auch gegen Missbrauch Obwohl die Normen diese Sicherungskombinationen vorschreiben, entsprechen ihnen in der Praxis nur wenige Anlagen. Nach Schätzungen des in Deutschland führenden Sanitärherstellers Grohe dürften etwa 70% der Garten- und Außenwandventile dieser Forderung nicht genügen. Wird die Armatur aus einem eigenen Brunnen gespeist, ist das kein Problem. Aber in Verbindung mit der öffentlichen Wasserversorgung, die das Haus in der Regel beliefert, ist besondere Vorsicht geboten.
Zusätzliche Sicherheit im täglichen Umgang gewährleistet die "Eurotec" von Grohe mit einem eigenen Schloss. So ist die Armatur nicht nur vor Kälte, sondern auch vor unerlaubtem Zugriff und Manipulation stets geschützt. Der Schlüssel wird einfach abgezogen, schon kann das Wasser nicht mehr von Unbefugten aufgedreht werden.