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News vom 05.10.2004

Energie sparen - Umwelt schützen - Geld sparen

Eine rationelle Energieanwendung hilft nicht nur Energieressourcen zu schonen und damit die Umwelt zu entlasten, sondern auch Geld sparen. Bei den heutigen Energiepreisen wichtiger denn je!

Nahezu ständig wird Energie wie Strom, Öl, Gas oder Kohle, allzu oft ohne darüber weiter nachzudenken, "verbraucht". Jedoch belastet unser Energieverbrauch nicht nur die Umwelt und damit auch die späteren Generationen, sondern kostet auch Geld. Jedermann kann ein Beitrag zum Umweltschutz leisten und seinen Geldbeutel entlasten, indem er Energie sparsam und sinnvoll einsetzt.

Im Haushalt wird die meiste Energie – rund 70-80 Prozent – zur Beheizung der Wohnräume verbraucht, daher lohnt sich hier der vernünftige Umgang mit Energie besonders. Damit keine Energie verschwendet wird, hier zu Beginn der kalten Jahreszeit folgende Tipps vom Verein Sächsischer Gebäudeenergieberater e.V.:
  • Kein überheizen!
    Bei einem Grad höhere Raumtemperatur, erhöhen sich die Energiekosten um rund 6 Prozent.
  • Kein dauerlüften!
    Wenn die Fenster dauernd einen spaltbreit zum Lüften geöffnet sind, fliegt quasi das Geld zum Fenster hinaus. Lieber öfter bei weit geöffnetem Fenster lüften, dann aber nur kurz. Stellen Sie dabei auch Ihr Thermostatventil am Heizkörper auf eine niedrigere Temperatur ein.
  • Nicht die Umwelt heizen!
    Am Abend die Rollläden, Fensterläden oder Vorhänge schließen. Durch das Abdichten von Fugen an Fenstern und Türen können rund 6 Prozent Heizkosten gespart werden.
  • Die Wärme nicht behindern!
    Lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel und auf die Heizkörper montierte Trockenstangen mit Wäsche können bis zu 20 Prozent der Wärme "verschlucken".
  • Die Wohnung und nicht den Keller heizen!
    Im Regelfall sind der Heizkessel und der Warmwasserbereiter gut gedämmt. Doch wie sieht es mit den Heizungs- und Warmwasserrohren aus? Diese können gar nicht genug gedämmt sein, denn schließlich soll doch die Wohnung warm werden, nicht der Keller.
  • Raumtemperatur der Raumnutzung anpassen!
    Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 20°C betragen, in der Nacht mindestens fünf Grad weniger. Auch müssen nicht alle Räume gleich warm sein. Wenn also in wenig oder in nur zeitweise genutzten Räumen die Heizkörper ständig voll aufgedreht sind, dann wird Heizenergie und Geld verschwendet.
  • Eine moderne Heizungsregelung regelt auch die Heizkosten!
    Der Einbau einer modernen witterungsgeführten Heizungsregelung mit Thermostatventilen, automatischer Nachtabsenkung usw. ist nicht teuer, hilft jedoch viel Geld und Energie zu sparen.
  • Ein moderner Heizkessel ist der beste Energie-Sparer!
    Ein moderner Niedertemperaturkessel oder Brennwertkessel mit optimaler Regelung kommt mit 25 bis 30 Prozent weniger Energie aus als eine veraltete Heizungsanlage.
  • Wärmedämmung verbessern!
    Je größer die Wärmedurchlässigkeit eines Bauteils ist, desto höher sind die Energiekosten. Hier liegt allzu oft erhebliches Einsparpotential verborgen. Beispielsweise gehen ca. 30 Prozent der Wärmeverluste auf das Konto einer schlecht gedämmten oberen Geschoßdecke zum unbeheizten Bodenraum. Ähnliche Sparmöglichkeiten bestehen bei der zusätzlichen Dämmung der Hausaußenwände oder dem Einbau neuer Fenster.
Im Durchschnitt werden 10 - 20 Prozent des Gesamtenergiebedarfs der privaten Haushalte zur Warmwassererwärmung benötigt. Hier kann also eine Menge Geld gespart werden, wenn nicht mehr Wasser erwärmt wird als tatsächlich benötigt, und wenn das Wasser nicht stärker erwärmt wird als nötig:
  • Duschen ist preiswerter als baden!
    Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund viermal so hoch wie für ein Duschbad.
  • Warmwasserbereiter regelmäßig entkalken lassen!
    Durch den besseren Wärmeübertrag wird Energie gespart und die Lebensdauer des Gerätesverlängert.
  • Warmes Wasser nicht unbedingt zirkulieren!
    Nachts oder wenn niemand zuhause ist, kann die Warmwasserzirkulationspumpe abgeschaltet werden. Dadurch werden Wärmeverluste reduziert und Stromkosten gespart.
  • Regelmäßige Heizungswartung!
    Durch eine regelmäßig gut eingestellte Heizungsanlage werden Energie-Einsparungen von bis zu vier Prozent erzielt.
  • Einhebelmischer sorgen für konstante Wassertemperatur!
    Einhebelmischer oder thermostatische Mischbatterien sparen erhebliche Wassermengen, die sonst ungenutzt abfließen.
Heutzutage sind unsere Haushalte mit einer Vielzahl von Haushaltsgeräten ausgestattet. Energiesparen beginnt beim Kauf eines Haushaltsgerätes. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf eines Haushaltgerätes über dessen Elektroenergieverbrauch und vergleichen Sie. Außerdem sollten Sie folgende Punkte beachten:
  • Kochen und Backen auf "Sparflamme"!
    Nutzen Sie die Nachwärme der Kochstelle und des Backofens!
  • Immer volle Waschmaschine!
    Wenn Sie nur wenige Wäschestücke waschen, verbrauchen Sie die gleiche Strommenge wie bei voller Auslastung!
  • Immer voller Geschirrspüler!
    Wie bei der Waschmaschine auf eine volle Beladung achten. Denn der Stromverbrauch ist nahezu unabhängig von der Beladung.
  • Möglichst kein Wäschetrockner!
    Der preiswerteste und umweltschonendste Trockner ist der Trockenraum oder die Wäscheleine im Freien! Wenn Sie aus Platzgründen einen Trockner benützen müssen, dann sollten Sie die Wäsche vorher gut geschleudert haben um den Stromverbrauch des Trockners niedrig zu halten.
  • Bügeleisen in der Arbeitspausen ausschalten!
    Bei der Verwendung von Bügelgeräten kann man Energie sparen, wenn es in jeder Bügelpause abgeschaltet wird, d.h. der Stecker aus der Steckdose herausgezogen wird.
  • Fernseher oder HiFi-Anlage am Hauptschalter vollständig ausschalten!
    Die so genannte "Stand-by"-Schaltung, die nach dem scheinbaren Ausschalten durch die Fernbedienung ein Wiedereinschalten des Gerätes mit der Fernbedienung ermöglicht, verbraucht erstaunlich viel Energie. Auch der Computer sollte nur so lange wie damit gearbeitet wird eingeschalten sein. Rechner, Monitor und Drucker benötigen ebenfalls eine nicht unerhebliche Menge Strom.
Der Anteil für Beleuchtung am gesamten Stromverbrauch eines Haushaltes ist vergleichsweise gering (in etwa 2 Prozent). In Grenzen kann man aber auch bei der Beleuchtung sparen. Energiesparlampen verbrauchen nicht nur rund 80 Prozent weniger Strom bei gleicher Lichtausbeute, sie haben auch eine bis zu 8mal längere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen. Sie sparen also zweimal Geld.

Werden die vielen Energiespartipps beherzigt, wird der Umwelt geholfen und die Haushaltskassen entlastet. Wir alle sollten im Interesse unserer Nachkommen die Umwelt so weit wie möglich schonen und Energie so vernünftig wie möglich einsetzen.

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