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News vom 05.10.2004

Der Wind bläst neuen Windparks ins Gesicht

Neubewertung von Projekten führt zu erheblichen Wertberichtigungen
und Abschreibungen im 1. Halbjahr 2004.

Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und einer veränderten Marktsituation hat die Plambeck Neue Energien AG eine Neubewertung ihrer Windpark-Projekte in Deutschland mit erheblichen Wertberichtigungen und Abschreibungen vorgenommen. Die Folge sind geringere Projekt-Margen. Dies wurde in dem in der letzten Woche veröffentlichten Halbjahresbericht deutlich. Dazu Finanzvorstand Martin Billhardt: "Wertberichtigungen, Abschreibungen und Anpassungen waren in einem erheblichen Umfang notwendig. Das belastet leider Bilanz und Ergebnis."

Diskussionen über die Gesetzesnovelle wirkten sich im ersten Halbjahr negativ auf die Realisierung projektierter Windparks aus. Die Folge waren Projektverschiebungen. Für diese Projekte wurden bereits erhebliche Vorleistungen erbracht. Rückflüsse erfolgen jedoch erst durch die Vermarktung der fertigen Projekte. Bei der in der Zwischenzeit notwendigen Projekt-Finanzierung hielten sich die Banken im ersten Halbjahr stark zurück. Dies führte zu Verzögerungen bei der Realisierung geplanter Windpark-Projekte mit negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Außerdem sind Wertberichtigungen bei Projekten und Tochterunternehmen (vor allem bei der Plambeck Norderland AG) notwendig.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung summieren sich auf 109,9 Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Firmenwerte betragen 52,8 Mio. Euro. Diese Maßnahmen sind nicht zahlungswirksam. Das Konzernergebnis wurde somit erheblich belastet und beläuft sich auf -141,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2004. Das Ergebnis pro Aktie beträgt -5,11 Euro (Vorjahr: 0,22 Euro). Die Umsatzerlöse gingen auf 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 29,7 Mio. Euro) zurück. Die Gesamtleistung hingegen stieg aufgrund der Auflösung von Rückstellungen aus langfristiger Auftragsfertigung auf 46,4 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro). Das Eigenkapital verminderte sich auf 42,4 Mio. Euro zum Stichtag 30. Juni 2004. Die Erhöhung der Beteiligung an der SSP Technology A/S um 18,3 Mio. Euro (IFRS) ist erst per 1. Juli 2004 konsolidiert.

Nach der kürzlivh erfolgten Umstrukturierung des Vorstandes wird jetzt verstärkt daran gearbeitet, diese Schwierigkeiten zu überwinden und die Umsetzung von Windpark-Projekten in Deutschland onshore profitabler zu gestalten. Kosten werden reduziert und die Plambeck Neue Energien Solar Technik GmbH soll bis zum Jahresende veräußert werden. Kerngeschäft der Plambeck Neue Energien AG bleibt die Projektierung von Windparks in Deutschland. In diesem Jahr werden acht bis zehn Projekte mit einer Leistung von insgesamt 53 bis 104 MW errichtet. Für 2005 sind Projekte mit 120 bis 140 MW realistisch.

Weitere Zukunftsperspektiven hat das Unternehmen in dem Bereich Offshore-Windpark-Projektierung, in der Beteiligung an dem französischen Windpark-Projektierer Ventura S.A. und in der Beteiligung an dem dänischem Rotorblatt-Produzenten SSP Technology A/S.
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