Wenn der Ball rollt bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, dann spielt auch die Mall GmbH mit.
Franken-Stadion Nürnberg
Die Geschäftsführer Markus Grimm und Karl-Heinz Graf berichteten, dass das Donaueschinger Unternehmen, das vorwiegend Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung und Abwasserreinigung herstellt, am Neubau von mehreren WM-Stadien beteiligt ist.
Weltmeister Brasilien muss noch zittern, Mall aus Donaueschingen dagegen ist schon für die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifiziert. Für vier Stadien lieferte der Umweltspezialist Reinigungssysteme für die Versickerung von Regenwasser. Die Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 400.000 Euro wurden planmäßig ausgeführt und vor kurzem erfolgreich beendet. „Jetzt freuen wir uns natürlich ganz besonders auf ein schönes und erfolgreiches Fußballfest in zwei Jahren“, sagte Grimm.
Erfolgreich zum Zug gekommen ist „Mall Umweltsysteme” in der Allianzarena in München, im Franken-Stadion in Nürnberg, im Waldstadion von Frankfurt und im Berliner Olympiastadion, wo im Endspiel der nächste Fußballweltmeister ermittelt wird. „Wir haben die Ausschreibungen gewonnen“, so Verkaufsleiter Richard Kaltenbach, „weil unser Unternehmen sehr gut aufgestellt ist beim Angebot von qualifizierten Reinigungs- und Versickerungssystemen.“
Aus München und Nürnberg kommen die größten Aufträge für MALL. In der Allianzarena der Bayern verwirklichte Mall eine reine Anlage zur Versickerung des Regenwassers. Die Aufgabenstellung lautete, das Regenwasser des Stadiondachs, der umliegenden Wege und von Teilen der Esplanade mit einer Gesamtfläche von 78.000 qm aufzufangen und diese Wassermenge dezentral versickern zu lassen. Dafür wurden um den Stadionbaukörper herum achtzehn Sedimentationsanlagen zur Reinigung des Regenwassers installiert. Von dort wird es über Rohr-Kies-Rigolenkörper dem Grundwasser zugeführt.
In Nürnberg wurde Mall beauftragt, das Niederschlagswasser (4.920 cbm/pro Jahr) von den Tribünendächern sowie vom Rasenspielfeld und der wasserdurchlässigen Rundlaufbahn in einem unterirdischen Sammelbecken mit einem Volumen von 990 cbm aufzufangen und zur Beregnung des Rasenspielfelds im Franken-Stadion wieder zu verwenden. Bisher verbrauchte die Stadt Nürnberg rund fünf Millionen Liter Trinkwasser alleine für diese Bewässerung. Das überschüssige Regenwasser gelangt jetzt nicht mehr in die Kläranlage, sondern wird dem Grundwasserhaushalt des geschützten "Auenwaldes" im Volkspark Dutzendteich zugeführt.
In Frankfurt und Berlin lieferte Mall Reinigungssysteme zum Schutz der Versickerungsanlagen. Es wurden Filterschächte, Vorversickerungsanlagen und unterirdische Rigolen zur Schadstoffrückhaltung gebaut. Beton von der Baar könnte also im weitesten Sinne mithelfen, die klare Zielsetzung von DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann praktisch umzusetzen. „Klinsi“ hat sich vorgenommen, die deutsche Fußballnationalmannschaft in zwei Jahren zum WM-Titel zu führen. „Wir sind aber nicht direkt für die sportliche Erfolgsquote zuständig“, so Kaltenbach, „unser Part war die Entwässerung – und die funktioniert.“