Im September 2004 fand in London zum 10. Mal die "100% Design" statt. Mehr als 400 Aussteller, alteingesessene Marken-Hersteller und Newcomer, ergriffen im Londoner Earl´s Court die Chance, ihre Produkthighlights des "Interior Designs" zu zeigen: Lounge-Möbel und Lampen, Tapeten, Teppiche und Stoffe sowie Kamine, Küchen und Bäder.
Die freistehende Badewanne "The Bath" von Anna Dabrowski.
Die frei begehbare Dusche "Rainshadow" des Designerbüros pearsonlloyd wurde auf der 100% Design präsentiert.
Breits zum fünften Mal präsentierte Ideal Standard ausgesuchte Produkte für das Bad. Neben Prototypen wurden Erweiterungen erfolgreicher Kollektionen sowie Designarmaturen der zum Konzern gehörenden Marken Sottini, Jado und Børma vorgestellt.
Auf einem großzügigen, lichtdurchfluteten Stand wurden die Messeneuheiten präsentiert, darunter
"The Bath", eine freistehende Badewanne von Anna Dabrowski.
Die von Ideal Standard geförderte Nachwuchsdesignerin ließ sich für ihren Entwurf von Mies van der Rohes "Barcelona Stuhl" inspirieren. Der Unterbau der Wanne ist wählbar: Zur Auswahl stehen als Reminiszenz an van der Rohe elegant geschwungene Stahlträger oder rustikaler anmutende Holzböcke. Die Wanne "The Bath" ist aus Ideal Cast gearbeitet, einem Mineralguss, der außergewöhnliche Stabilität gewährleistet und eine zusätzliche Acrylverkleidung überflüssig macht, so dass die geschwungene Außenkontur der Wanne sichtbar bleibt.
Dasselbe Material wählte auch Marc Newson für seine freistehende Wanne der gleichnamigen Linie. Anlässlich der geplanten Einführung in Großbritannien wurde die Marc Newson-Kollektion auf der diesjährigen "100% Design" präsentiert. Die Serie, die bereits 2003 auf der ISH in Deutschland eingeführt wurde, hat in der Zwischenzeit zahlreiche Preise errungen, darunter die Auszeichung "Good Design" des Chicagoer Athenaeums und den "Design & Decoration Award". Darüber hinaus wurde die Kollektion auch von der Zeitschrift Elle Decoration mit dem Preis für das beste Badezimmer-Produkt ausgezeichnet.
Weiteres Highlight der Messe: die Präsentation der innovativen Dusche
"Rainshadow" aus der Feder des Designbüros „pearsonlloyd“. Diese Produktneuheit schließt eine Lücke im umfangreichen Produktsortiment des Komplettanbieters Ideal Standard. Luke Pearson und Tom Lloyd entwickelten eine frei begehbare Dusche, deren verschiedene Modelle sich für jeden Badezimmergrundriss eignen. Die Wasserzufuhr erfolgt, je nach Variante, direkt über die Stahlkonstruktion, die die transparente Glasverkleidung trägt, bzw. über traditionell verlegte Unterputz-Wasserleitungen.
Die beiden Londoner legten bei ihrem Entwurf Wert auf ästhetisches, minimalistisches Design, das sich sowohl ergonomischen Anforderungen der Benutzer als auch praktischen Erwägungen hinsichtlich des Bedienkomforts anpasst. Raum für innovative Lösungen und ein wenig Luxus ist dennoch: So verfügt die Dusche über eine an der Außenseite angebrachte Armatur, über die sich die Wassertemperatur vor Betreten der Dusche einstellen lässt - so wird garantiert niemand morgens unsanft von kaltem Wasser geweckt.
Große Anziehungskraft übte auch der Prototyp einer freistehenden Dusche von Marc Sadler, Art Director Ideal Standard Europe, aus: Die Säulendusche
"The Shower Tube" ragt beinahe zwei Meter senkrecht in die Höhe und weist lediglich am oberen Ende eine leichte Beugung auf, an deren Ende der Duschkopf eingelassen ist. Die aus rostfreiem Stahl gefertigten Säule mit ihrem schlanken Durchmesser von nur ca. 15 cm ist für offenes Duschvergnügen ohne Duschtasse gedacht - fertig für den Einsatz im gefliesten Badezimmer, neben dem Swimmingpool oder auf der Sonnenterrasse.
Auf der "100% Design" wurde eindrucksvoll demonstriert, dass Ideal Standard nicht nur Trends erkennt und in die Produktgestaltung einfließen lässt sondern auch Trends setzt: "Unsere Aufgabe ist es, gute Produkte und gutes Design zu bieten - Ideal Standard ist ein Designunternehmen, das eben Badezimmer produziert", so Roger Cooper, Managing Director Ideal Standard UK. "In den frühen 80er Jahren beruhte der Erfolg des Unternehmens zu einem großen Teil auf dem Know-how italienischer Designer, heute haben wir uns vor allem durch Inhouse-Produkte einen Namen gemacht. Und trotzdem arbeitet Ideal Standard ständig mit freien Designern zusammen, um immer am Puls der Zeit zu sein und dank der vielfältigen Erfahrungen der hinzugezogenen Talente dem heutigen Bad stets ein individuelles Gesicht zu verleihen."