Der bundesweite Tankanlagenbestand soll dem technisch aktuellen Niveau angepasst werden. Mit diesem Ziel haben der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) und das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) eine gemeinsame Initiative gestartet: den „Tank+Technik-Check“.
Dr. Hans-Peter Sprenger (v.l.) und Bruno Schliefke gaben den Startschuss für die gemeinsame Initiative „Tank+Technik-Check 2005".
Mittelfristiges Ziel dieser Initiative ist es, möglichst viele Heizöltanks durch entsprechend qualifizierte Heizungsfachleute zu überprüfen und wo nötig zu modernisieren. Maßgeblich eingebunden sind neben Sachverständigen auch die Unternehmen des Tankschutzes.
Zentraler Bestandteil des Tank- und Technik-Checks ist ein Schulungsprogramm für das SHK-Handwerk. Es beinhaltet ein Tanktechnik- sowie ein Kommunikationstraining, mit dem sich Heizungsfachleute im kommenden Jahr zum kompetenten Dienstleister auch für den Tank weiterbilden können. Überdies sind Informations- und Werbemittel vorbereitet, um Ölheizungsbetreiber zu einem Tankcheck durch einen zertifizierten Fachbetrieb zu bewegen.
Der ZVSHK und das IWO reagieren damit auf eine vielfach anzutreffende Situation in deutschen Kellern: Vergleichsweise moderne Heiztechnik, aber ein Jahrzehnte alter Tank, der bislang selten oder gar nicht gepflegt worden ist. „Mit einer solchen Konstellation dürfen wir unsere Kunden nicht mehr alleine lassen“, erklärte IWO-Vorstandschef Dr. Hans-Peter Sprenger zum Aktionsstart beim diesjährigen IWO-Marktpartnertreffen in Hamburg.
Kompetente Beratung und fachgerecht ausgeführte Arbeiten nicht nur am Heizgerät, sondern auch am Heizöltank dient gleichermaßen der Umweltverantwortung wie weiteren Markterfolgen der Ölheizung.
Die ist derzeit ohnehin im Aufwärtstrend: „Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich mittlerweile wieder für die Ölheizung, wenn sie ihre technisch veraltete Heizanlage erneuern müssen“, sagte Dr. Sprenger. Die Abwanderungsrate sei im vergangenen Jahr erneut um fast zehn Prozentpunkte gesunken.
Brancheninsider führen die Renaissance der Ölheizung insbesondere auf ihre günstigen Energiekosten zurück. Denn laut einer aktuellen IWO-Marktforschungsstudie gelten geringer Verbrauch und günstige Brennstoffkosten bei Hausbesitzern als die wichtigsten Argumente bei der Wahl der Heizanlage. Hier punktet die Ölheizung mit ihren seit Jahrzehnten günstigen Brennstoffkosten. Die besonders sparsamen Öl-Brennwert¬anlagen und die neue umweltschonende Heizölsorte „HEL schwefelarm“ dürften in den kommenden Jahren für weitere beachtliche Zuwächse sorgen, so die übereinstimmende Einschätzung der Spitzenvertreter von Handwerk, Herstellern und Mineralölwirtschaft. BDH-Geschäftsführer Andreas Lücke etwa erwartet „eine deutliche Ausbreitung der Öl-Brennwerttechnik im Wärmemarkt“.
Zugleich unterstützt die verstärkte Installation von Öl-Brennwertkesseln nachhaltig das ehrgeizige Klimaschutzziel der deutschen Mineralölwirtschaft. Bereits im vergangenen Jahr war der Jahresnutzungsgrad aller Ölheizanlagen in der Bundesrepublik auf durchschnittlich 83 Prozent gestiegen, bis 2012 sollen es 86 bis 88 Prozent sein. Gegenüber dem Ausgangsjahr 1990 entspricht dies einer Effizienzsteigerung von annähernd 30 Prozent.