Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat ihr Sanitärlabor um eine Versuchsanlage für die Simulation von Dachentwässerungen mit Druckströmung erweitert. Die Anlage wurde unter Leitung von Prof. Dr. Mete Demiriz im Rahmen mehrerer Diplomarbeiten installiert und soll die komplexen Strömungsvorgänge bei der Dachentwässerung mittels Druckströmung verdeutlichen.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 16. Marz dieses Jahres wurde der computergestützte Aufbau der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Ebenfalls im Rahmen dieser Veranstaltung gab Alfred Horn von der Halberg Entwässerungssysteme GmbH, Köln, den Teilnehmern einen Überblick über die VDI-Richtlinie 3806 „Dachentwässerung mit Druckströmung".
Schwerpunkte seiner Ausführungen waren allgemeine Hinweise zu relevanten Normen in der Entwässerungstechnik, Grundlagen der Freispiegelentwässerung und der Entwässerung mittels Druckströmung sowie Berechnungsverfahren und Kriterien. Praxiserfahrungen und Tipps zur Auslegung von Dachentwässerungsanlagen mit Druckströmung ergänzten sein Referat.
Im Anschluss daran wurde den Teilnehmern ein Berechnungsprogramm für die Auslegung von Dachentwässerungen mit Druckströmung vorgestellt. Das von MW Software, Köln, in Zusammenarbeit mit der Halberg GmbH entwickelte Programm wird voraussichtlich noch in diesem Jahr erhältlich sein.
In insgesamt zwölf Fachbereichen ist die im August 1992 gegründete FH-Gelsenkirchen aufgeteilt. Von Maschinenbau über Wirtschaft und Chemie bis hin zur Informationstechnik reichen die Studiengänge. Im Fachbereich Versorgungstechnik sind derzeit etwa 300 Studenten eingeschrieben. Besonderheit des Fachbereiches ist das kooperative Studienmodell „Studium und Ausbildung". In diesem Studiengang werden der konventionelle Fachhochschulstudiengang und eine Berufsausbildung miteinander verknüpft. Dadurch ist es gelungen, die gesamte Ausbildungszeit (Lehre und Studium) auf insgesamt fünf Jahre zu reduzieren.