Vergleich zeigt einen Preisvorteil für Heizöl gegenüber Erdgas.
Preisentwicklung bei Heizöl und Erdgas seit 1997
Seit 25 Jahren behauptet sich Heizöl in Deutschland regelmäßig als einer der günstigsten Wärmeenergieträger. Daran hat sich auch 2004 trotz Achterbahnfahrt der Rohölpreise nichts geändert: Heizöl war übers Jahr gesehen erneut deutlich preiswerter als beispielsweise Erdgas.
Während eine 3000-Liter- Partie Heizöl im Jahresdurchschnitt für 1227 Euro zu haben war, mussten für die entsprechende Energiemenge Erdgas (33.540 kWh) 1529 Euro (302 Euro mehr) bezahlt werden.
Auf einen Liter umgerechnet kostete Heizöl im Jahresschnitt 40,90 Cent, die entsprechende Menge Erdgas einschließlich anteiliger Grundgebühr dagegen 50,97 Cent, also fast 25 Prozent mehr. Diese Preise basieren auf den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“, Stichtag der Datenerfassung war der 13. Dezember.
Ein eigener Tank erwies sich im Jahresverlauf immer wieder als Vorteil. So nutzten viele Ölheizungsbesitzer die Anfang Dezember deutlich gesunkenen Heizölpreise, um sich noch vergleichsweise günstig mit Wärme für diesen Winter einzudecken. Gegenüber Oktober war Heizöl in der ersten Dezemberhälfte um rund 20 Prozent preiswerter zu beziehen.
Da sich Gasheizungsbetreiber bei niedrigeren Preisen nicht selbst bevorraten können, müssen sie ihre Wärme zu den Konditionen beziehen, wie sie ihnen von den Versorgungsunternehmen just in time geliefert wird. Aufgrund der zeitverzögerten Tarifanpassung im Zuge der Ölpreiskopplung nämlich kommen die Gastariferhöhungen bei den Endkunden mitten im Winter an.