Projektbericht: Heizungsmodernisierung in Freiburger Altenwohnheim.
Die Heizungsanlage im November austauschen? Die Bewohner der Freiburger Seniorenwohnanlage „Im Grün“ reagierten skeptisch bis bestürzt, als sie von den Modernisierungsplänen erfuhren. 164 Wohneinheiten mit einer Größe von 34 bis 59 Quadratmetern waren davon betroffen - ein großer Komplex also, der lückenlos mit Wärme versorgt werden muss. Und der Austausch der Heizungsanlage sollte zweieinhalb Wochen in Anspruch nehmen. Um die Bewohner während dieser Zeit nicht frieren zu lassen, wurde für den Zeitraum der Bauarbeiten eine mobile Heizzentrale der Firma Hotmobil Deutschland GmbH eingesetzt.
Die Seniorenwohnanlage „Im Grün" ist ein von der AWO-¬Freiburg betriebener Komplex des Betreuten Wohnens, in dem 164 Ein- und Zweizimmerwohnungen zusammengefasst sind. Hinzu kommen verschiedene Gemeinschaftsräume, in denen die Bewohner sich treffen, Gymnastik machen oder gemeinsam Mittag essen können. Es wurde eine komplett neue Heizungsanlage installiert inklusive Brauchwassererwärmung per Solaranlage. Die Installation der neuen Heizungsanlage mit Einbindung einer Solaranlage wurde von der Heizungsfachfirma Walter Vögele GmbH aus Freiburg-St.Georgen durchgeführt. Vor allem aufgrund der räumlichen Gegebenheiten handelte es sich um eine an¬spruchsvolle Umbaumaßnahme. Denn bereits in der Planungs¬phase wurde klar, dass aufgrund niedriger Raumhöhen keine Standard-Einbringung zu erwarten war.
Wärmeversorgung musste gewährleistet werden
Während der Modernisierungsphase musste für die Bewohner der Seniorenwohnanlage nicht nur die Warmwasserversorgung, sondern selbstverständlich auch die Raumheizung gewährleistet sein. Eine Heizunterbrechung durfte nicht länger als vier Stunden dauern. Vor diesem Hintergrund wurde eine mobile Heizzentrale der Hotmobil Deutschland GmbH vor dem Haus aufgebaut, die zuverlässig die Wärmeversorgung und Warmwasserbereitung während der gesamten Umbauarbeiten übernahm.
Hotmobil hat sich auf mobile Heizzentralen spezialisiert und liefert diese an Heizungsbauer, Planer, große Energieversorgungsunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen. Die mobilen Heizzentralen, kurz Hotmobile genannt, decken ein Leistungs¬spektrum von 3 bis 1 250 kW ab, wobei mit den größten Leistungen mehr als 500 Wohneinheiten versorgt werden können. In dem Seniorenwohnkomplex „Im Grün" wurde die mobile Heizzentrale an die bestehende Verrohrung angeschlossen, so dass der alte Kessel entfernt und die Anlage ohne Komfortverlust für die Bewohner umgebaut werden konnte.
Herausforderung durch Höhe des Heizraums
Eine echte Herausforderung stellte die Höhe des Heizraums dar, denn dessen geringe Höhe erschwerte nicht nur die Einbringung des Viessmann Vitocrossal 635 kW, sondern ließ auch eine normale Aufstellung des Kessels nicht zu. Viess¬mann lieferte einen zerlegbaren Kessel in maßgeschneiderter Sonderausführung: Der Brennwertkessel wurde in der Höhe um insgesamt 48 Zentimeter gekürzt, die Anschlussrohre mussten von den Monteuren der Walter Vögele GmbH vor Ort geschweißt werden.
Zusammen mit dem Kessel wurde zur Brauchwassererwärmung eine Viessmann Solaranlage installiert. Zwölf Kollektoren Vitosol 100 nehmen jetzt rund 30 Quadratmeter des Daches ein. Ein Vitocell L mit 500 Litern Kapazität und einer Leistung von 120 Kilowatt liefern als Ladesystem, unterstützt von einem Vitocell V 100 mit 750 Litern Kapazität als Vorwärmstufe. Auch alle Zubehörkomponenten der Heizungsanlage stammen von Viessmann. So griff man sowohl bei der Abgasanlage als auch bei den Ausdehnungsgefäßen und Pumpen zu Produkten aus dem Vitoset-Programm.
Ende November wurde die Anlage abgenommen, und alle Beteiligten können mehr als zufrieden auf das gemeinschaftlich Geleistete zurück blicken. Für Bewohner und Monteure gleichermaßen gab es während der Modernisierungsmaßnahmen ein nicht alltägliches Schauspiel zu sehen: Für die Leitung, die das Hotmobil mit der Anlage im Haus verbunden hat, musste eigens ein 2,50 Meter hohes Gerüst über den Gehweg hinweg errichtet werden.