GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH weiht energetisch sanierte Reihenhauszeile mit 12 Wohneinheiten in Gartenstadt ein.
Feierliche Einweihung in Gartenstadt: Das im Rahmen des bundesweiten Pilotprojektes "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) sanierte Gebäude ist bezugsfertig. In anderthalb Jahren Bauzeit wurde der Mannheimer Altbau zum schmucken 3-Liter-Haus umgebaut. Damit verbraucht die Reihenhauszeile mit 12 Wohneinheiten aus dem Jahr 1931 nun über 90 Prozent weniger Energie als vor der Sanierung. Möglich wurde dies durch den Einsatz innovativer Technologien und Baustoffe.
Durch innovative Anlagetechniken und umfangreiche Wärmeschutzmaßnahmen liegt die Energiebilanz der Gebäude nun sogar weit unter den für Neubauten üblichen Standards. Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin bei der dena: „Der Energiebedarf wurde auf weniger als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gedrosselt – das entspricht etwa 3 Litern Heizöl. Bei vergleichbaren Neubauten liegt der Energiebedarf mehr als dreimal so hoch.“
Für die GBG ist die Sanierung daher in vielerlei Hinsicht überzeugend: Die Mieter zahlen künftig weniger Nebenkosten, der Wohnwert ist gestiegen und die Umwelt profitiert von einem geminderten CO2-Ausstoß“, so Herr Wolfgang Bielmeier, Direktor der GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH.
Die Sanierung der Reihenhauszeile wurde vom renommierten Fraunhofer-Institut für Bauphysik sowie vom Lehrstuhl für Heiz- und Raumlufttechnik der Universität Stuttgart wissenschaftlich begleitet. Zur Ermittlung der günstigsten Kosten-Nutzen-Relation installierten die beteiligten Institute unter anderem fünf verschiedene Heizungs- und Lüftungsvarianten, deren Einsatz messtechnisch ausgewertet wird: Die Messergebnisse können später Aufschluss über zukunftsweisende Sanierungstechniken geben.
Insgesamt 20 Wohnungsbauunternehmen aus allen Teilen Deutschlands beteiligten sich mit innovativen energetischen Sanierungsvorhaben an dem vom Bundesbauministerium unterstützten dena-Projekt
"Niedrigenergiehaus im Bestand". Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser ersten Pilotphase werden nun an Wohnungsbauunternehmen und Planer weitergegeben, um innovative technische Standards mittelfristig am Markt zu etablieren. Deshalb soll im Frühjahr 2005 eine zweite Projektwelle mit über 100 Partnern gestartet werden: Mitmachen können alle Eigentümer, die ein Wohnbestandsgebäude auf Niedrigenergiehausstandard sanieren und dabei von den vorliegenden Erfahrungen profitieren möchten. Die Vorhaben werden durch zinsverbilligte Kredite der KfW Förderbank gefördert.