Studie der Deutschen Energie-Agentur zeigt Wege zur Integration der Windenergie in das elektrische Verbundsystem.
Die Endfassung der Studie
„Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore“ wurde am 24. Februar von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.
Mit der fertigen Studie liegt nun auf über 500 Seiten das erforderliche Konzept zur Netzintegration von Stromerzeugern, insbesondere von Windkraftanlagen in das elektrische Versorgungssystem vor.
„Die Studie entwickelt Strategien für die verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger und ihre Auswirkungen auf das Verbundsystem bis zum Jahr 2015“, erläutert dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Schwerpunkt der Studie ist die Integration der im Jahr 2015 zu erwartenden Windkraftleistung im On- und Offshore-Bereich von ca. 37.000 MW in das elektrische Verbundsystem, da diese mittelfristig das größte Potenzial hat, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu erhöhen“, so Kohler weiter.
dena-Netzstudie zeigt: 20 Prozent Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung in Deutschland ist machbar Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das von der Bundesregierung geplante Ziel eines Anteils von mindestens 20 Prozent der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland zwischen 2015 und 2020 erreichbar ist. Voraussetzung dafür ist jedoch die Umsetzung der in der Studie aufgezeigten Maßnahmen in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Stromversorgungssystems. Auf dieser Basis werden in der Studie die wichtigsten Fragen beantwortet:
- Rund 400 km des vorhandenen 380 kV-Verbundnetzes müssen verstärkt, rund
850 km neu gebaut werden - Die Versorgungssicherheit kann bei Realisierung von bestimmten Maßnahmen auf heutigem Niveau gewährleistet werden
- Je nach Struktur des dann bestehenden Kraftwerksparks können 2015 rund 20 bis 40 Mio t CO2-Emissionen vermieden werden
- Die Mehrkosten für den Ausbau der Windenergie betragen für private Haushalte im Jahr 2015 zwischen 0,39 und 0,49 Cent je kWh
dena-Netzstudie entwickelt Strategie im Konsens Die dena-Netzstudie wurde von Verbänden und Unternehmen der Windenergie-, Netz- Anlagenhersteller- und konventionellen Kraftwerksbranche sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam finanziert. Auch die Rahmenbedingungen zur Erstellung der Netzstudie wie beispielsweise die Energiepreisentwicklung wurden innerhalb der verantwortlichen Projektsteuerungsgruppe (PSG) im Konsens festgelegt. Die Finanziers der Studie haben auf der PSG-Sitzung am 23. Februar 2005 beschlossen, in einem zweiten Studienteil den Ausbau der regenerativen Energietechnologien bis zum Jahr 2025 zu untersuchen sowie bestimmte Themenfelder weiter zu vertiefen.

Weitere Informationen zur
dena-Netzstudie