Die Zukunft des Bades verspricht, nicht eintönig zu werden. Ähnlich wie die Küche entwickelt auch das Badezimmer zunehmend echte Wohnqualitäten.
Designer, Architekten und Badplaner müssen sich einiges einfallen lassen, um dem Bedürfnis des Badnutzers nach einem Ort der Entspannung und des Wohlfühlens gerecht zu werden. Auch die Phantasie des Fachhandwerks ist gefragt, denn nach den Erkenntnissen des Design-Wettbewerbs "Outlook – Shaping Water" wird der Wunsch nach einem Bad, in dem das Wasser Erlebnischarakter hat, kaum ohne Handwerkskunst und kompetenten Service auskommen.
Individuelle Badkonzepte versprechen Mehrwert für Konsumenten und Anbieter. Anlässlich der ISH stellt die Messe Frankfurt deshalb auch immer wieder neue Ideen zur Diskussion, die über Standardlösungen weit hinausweisen.
Visionen mit einem realisierbaren Kern – das war die schwierige Aufgabenstellung für die jungen Designer und Architekten, die sich an dem Wettbewerb der Messe Frankfurt beteiligten. Das Motto "Shaping Water" – "Wasser formen" war hierbei Programm. Zwölf von einer internationalen Jury ausgewählte Antworten auf die Frage, wie eine ideale Beziehung von Mensch, Wasser und Raum aussehen könnte, werden momentan auf der Leitmesse der Sanitärbranche, der ISH, in einer aufwändigen Ausstellung präsentiert – die drei besten unter ihnen als 1:1-Modell.
Die drei Siegerentwürfe könnten unterschiedlicher kaum sein.
Mit flexiblen Raumtrennern und Duschelementen schafft der Entwurf "Blue Hour" ein erlebnisorientiertes, ökonomisches System für ein öffentliches Bad.
Ein weiterer, technisch komplexer Entwurf schafft einen völlig neuen Raumtyp: Eine wasserführende Mehrschichtfolie, die dem Prinzip nach wie eine Fußbodenheizung funktioniert, legt sich wie eine "zweite Haut" über Boden, Wände und Becken – "Ambient Water" entwirft ein "weiches Badezimmer", das einen stimmungsvoll zu beleuchtenden Wellness-Cocon bildet.
Auch keine Lösung von der Stange, sondern eine Lösung mit Schlauch: Die Idee einer freien Konstruktion von Wasseradern und -becken im Entwurf "Circ" besticht gerade durch den weitestgehenden Verzicht auf Technik. Dieses unkonventionelle Bad-Modell kommt fast ganz ohne Armaturen und Siphon aus und wendet sich an Menschen, die keine Angst vor dem Wasser haben. Das Konzept arbeitet mit einfachsten Mitteln und bringt viel Wasser ins Spiel. Ein neuer Badtyp, der flexibel zu nutzen und leicht zu installieren ist – und der jeden Umzug mit macht, solange nur das nächste Bad ebenfalls über einen Bodenablauf verfügt.
Die Ausstellung "Outlook - Shaping Water" finden im Saal Europa, Halle 4.0.