"ENERCERT" bietet Experten die Möglichkeit über die erfolgreiche Einführung des Energiepasses zu diskutieren.
Für die EU-weite Einführung des Gebäudeenergiepasses ist ein koordiniertes und einheitliches Vorgehen aller beteiligten Marktakteure notwendig. Nur auf diesem Wege lässt sich das enorme Energiesparpotenzial im Gebäudebestand mobilisieren. Der Energiepass wird international als zentrales Instrument gesehen, um neue Impulse für die Bauwirtschaft, den Modernisierungsmarkt und die CO2-Minderung im Gebäudebestand zu geben.
Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Gebäudeenergiepass-Konferenz „ENERCERT“, die am 15. und 16. März von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zusammen mir europäischen Partnern veranstaltet wurde.
150 Teilnehmer aus 14 Ländern diskutierten im Frankfurter Kongresszentrum zwei Tage lang intensiv die Fragen der Markteinführung von Energiepässen. Die Teilnehmer konnten dabei unter anderem von den Ergebnissen des dena-Energiepass-Feldversuchs in Deutschland profitieren, die seit kurzem vorliegen. Auch Dänemark präsentierte interessante Ergebnisse aus der langjährigen Praxis mit gesetzlichen Energiepässen. Zudem stellten Vertreter der Länder Österreich und Slowenien sowie verschiedener internationaler Unternehmen, Verbände und Wissenschaftsinstitutionen Arbeitsergebnisse und Positionen zur EU-weiten Einführung des Energiepasses vor.
Referenten und Teilnehmer erzielten Einigkeit darüber, dass der Energiepass für Gebäudeeigentümer einheitlich und verständlich sein muss. Besonders wichtig für Hausbesitzer sind Modernisierungsempfehlungen, in denen Einsparmöglichkeiten für jedes individuelle Gebäude aufgezeigt werden. "Dieses Ziel ist nur mit dem bedarfsorientierten Energiepass möglich, in dem der gebäudetechnische Zustand untersucht wird und die notwendigen Modernisierungsempfehlungen explizit benannt werden", erklärt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.
Bei der Markteinführung des Energiepasses sollten viele Marktakteure möglichst eng zusammenarbeiten: Energieagenturen, Industrie, Handwerk und Eigentümer. Die gesetzliche Einführung von Energiepässen muss kombiniert werden mit zahlreichen begleitenden Marktaktivitäten, z.B. die Qualifizierung und Information der Aussteller und eine breite Information der Öffentlichkeit.
Die ENERCERT-Konferenz hat eine internationale Diskussion über den Gebäudeenergiepass angestoßen und damit die Nutzung von Synergieeffekten und eine verstärkte Harmonisierung zwischen den beteiligten Ländern ermöglicht. Sie wurde von der dena mit Unterstützung der Energieagenturen der Länder Dänemark, Österreich und Slovenien sowie der Europäischen Kommission parallel zur internationalen Fachmesse für Energie- und Gebäudetechnik „ISH“ durchgeführt.
Weitere Informationen und Download der Vorträge:
www.dena.de/enercert