Feuerhemmende Bauteile eines Hauses verzögern die Brandausbreitung. Dadurch wird wertvolle Zeit für die notwendigen Rettungsmaßnahmen gewonnen.
Insbesondere dem Dach- und Dachgeschossbereich sollte hier Beachtung geschenkt werden. Neue Brandprüfungen belegen: Dächer, die mit Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR) gedämmt sind, weisen einen hohen Feuerwiderstand auf.
Die europäische Klassifizierung der Feuerwiderstandsfähigkeit REI 30 bezieht sich auf die Tragfähigkeit (
Résistance), den Raumabschluss (
Étanchéité), die Wärmedämmung unter Brandeinwirkung (
Isolation) und die Dauer in Minuten (
30).
Dabei wird der Feuerwiderstand nicht am einzelnen Baustoff, sondern an der Gesamtkonstruktion des Bauteils – d. h. am Dach in Verbindung mit allen Schichten, wie z. B. Sparren, Dämmstoff, Gips- oder Holzwerkstoffplatten – ermittelt. Ausschlaggebend ist die Dauer (Minuten), die das Dach dem Feuer standhält und die Weiterleitung verhindert.
Die Feuerwiderstandsprüfung zeigt, dass eine Aufsparrendämmung mit Polyurethan-Hartschaum-Dämmplatten hervorragende brandschutztechnische Eigenschaften besitzt. In der Brandprüfung nach DIN EN 1365-2 hält diese Dachkonstruktion der Brandeinwirkung mit Temperaturen über 800 °C eine Dreiviertelstunde lang stand. Eine vergleichbare Feuerwiderstandsklasse wird sonst mit unbrennbaren Dämmstoffen erreicht.
Der Brandversuch wurde im Auftrag des IVPU von der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfanstalt für das Bauwesen Leipzig (FMPA) durchgeführt.
Die IVPU Schrift „Aus Forschung und Technik Nr. 5" (passend zum Thema) kann im Internet heruntergeladen werden:
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