Diskussion über Perspektiven der zukünftigen Energieversorgung in Deutschland.
Energie zählt zu den entscheidenden Zukunftsthemen Deutschlands. Wie aber sieht ein zukunftsfähiger Mix der Energieträger aus und wie muss das optimale Zusammenspiel zwischen Energieeffizienz, fossilen Energieträgern und regenerativen Energiequellen organisiert werden? Diese Fragen wurden am 21. April auf der Konferenz "Energiemix der Zukunft" diskutiert, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in Düsseldorf eingeladen hatten.
Eine sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Bereitstellung von Energiedienstleistungen ist wichtig für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands. Die energiepolitische Gesamtstrategie für Deutschland muss sich deshalb an Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz orientieren.
Bundeswirtschaftsminister Clement dazu auf der Konferenz: "Vom Erfolg der Energiestrategie der Bundesregierung hängen die Investitionsentscheidungen vieler Unternehmen ab und damit eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Unser Ziel besteht deshalb darin, Investitionen in eine zukunftsfähige Energieversorgung anzuregen, die bei der Gebäudesanierung beginnen und bis zum Bau von hocheffizienten Kraftwerken auf regenerativer und fossiler Basis reichen. Aber auch der glaubwürdige Beitrag Deutschlands zum Klimaschutz ist damit eng verknüpft".
Neben den internationalen Aspekten der Verfügbarkeit von Energiequellen standen vor allem die Perspektiven der zukünftigen Stromversorgung im Vordergrund der Diskussionen. Auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen und sicheren Energieversorgung stehen Energiebranche und Politik vor folgenden Herausforderungen: Die Erneuerung des deutschen Kraftwerksparks in einer Größenordnung von 40.000 Megawatt innerhalb der nächsten zwanzig Jahre, das Erreichen des CO2-Reduktionsziels sowie die Steigerung des Anteils regenerativer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 20 Prozent bis 2020.
Dazu dena-Geschäftsführer Stephan Kohler: "Ein Industriestaat wie die Bundesrepublik Deutschland benötigt fossile Energieträger noch für einen langen Zeitraum. Ohne Energieeffizienz auf der Verbraucherseite und den regenerativen Energien aber werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen können. Für eine nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung müssen die Effizienzpotentiale weltweit umgesetzt und die regenerativen Energien effizient eingesetzt werden."
Weitere Informationen:
www.dena.de/energiemix