Ab 04.01.2006 ist der Gebäude-Energiepass bei Vermietung und Verkauf gesetzlich gefordert. Es lohnt daher schon jetzt vorzusorgen - vor dem sicherlich dann einsetzenden Ansturm.
Seit Anfang des Jahres 2005 können bundesweit auf freiwilliger Basis so genannte dena-Energiepässe ausgestellt werden. In Abstimmung mit den zuständigen Bundesministerien bleiben alle bis 2006 ausgestellten dena-Energiepässe – sowohl aus dem Feldversuch (von November 2003 bis Dezember 2004), als auch aus der Markteinführungsphase 2005 – über 2006 hinaus 10 Jahre gültig.
Der Energiepass gibt eine klare Übersicht über den Energieverbrauch eines Gebäudes und zudem informiert er über mögliche Modernisierungsmaßnahmen. Bei den steigenden Energiepreisen bekommt diese Information eine immer größere Bedeutung.
Der Pass ist daher auch für Hausbesitzer interessant, welche nicht vermieten oder verkaufen wollen. Also auch für den Eigenheimbesitzer, der sein Haus selber bewohnt ist der Pass eine durchaus lohnende Sache.
Die Kosten für den Energiepass werden durch den Aussteller und den Kunden entsprechend dem Aufwand für das Gebäude festgelegt. Hier gibt es keine Vorgaben durch die dena oder den Gesetzgeber. Im Feldversuch der dena allerdings, lagen die Kosten für die Mehrzahl der Energiepässe, welche nach dem Kurzverfahren (vereinfachte Gebäudeaufnahme) erstellt wurden, zwischen 150 € und 300 €. Energiepässe, die nach dem Ausführlichen Verfahren (detaillierter Gebäudeaufnahme) erstellt wurden, lagen mehrheitlich bei bis zu 500 €.
Es ist zu erwarten, dass mit Inkrafttreten der Richtlinie ein hoher Andrang und dadurch natürlich ein gewisser Verzug bei der Erstellung der Gebäudepässe eintreten wird. Es ist daher von Vorteil schon heute die Initiative zu ergreifen und sich nicht nur eingehend beraten zu lassen, sondern auch die bereits heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Erstellung eines Energiepasses zu nutzen.
Weitere Informationen:
www.sachsgeb.de
www.gebaeudeenergiepass.de