Landrat will Solarstromleistung der größten Solarstrom-Aufdachanlage der Welt durch Solarwärmeleistung im Landkreis überbieten.
Erhard Renz, Initiator der größten Photovoltaik-Aufdachanlage der Welt, will es wissen: Schafft Landrat Matthias Wilkes es, die Leistung der 5-Megawatt-Solarstromanlage im hessischen Bürstadt durch die Leistung von Solarwärmeanlagen im Landkreis zu überbieten?
Ein Jahr hat der CDU-Politiker Zeit, die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Bergstraße (Ried/Odenwald) zu motivieren, mehr Solarwärme in ihren Haushalten zu nutzen. Dabei unterstützen ihn „Solardetektive“ der Schulen sowie die „SOKO Bergstraße“, ein regionales Solarkompetenzteam, das sich für die bundesweite Aktion „Wärme von der Sonne“ zusammengeschlossen hat.
Für Landrat Wilkes ist die Wette „Ehrensache“, da er sich seit langem für die Nutzung der Solarenergie im Landkreis einsetzt. „In einem Jahr treffen wir uns wieder, um zu sehen, ob es geklappt hat“, erklärte er auf der „Fiesta del Sol“ am 22. Mai in Bürstadt bei Heppenheim. Falls nicht, tritt er zum Spiegeleierbraten für die Schüler an. Basis des Vergleichs von Solarstrom- und Solarwärmeleistung ist eine Definition der Internationalen Energieagentur. Demnach werden einem Quadratmeter Kollektorfläche 0,7 Kilowatt Wärmeleistung zugeordnet.
Solare Schnitzeljagd zur Kartierung von Solarwärmeanlagen Eine besondere Rolle in dem Aktionsbündnis spielen die Schüler und Lehrer der Schul-Energieagenturen Heppenheim, Rimbach und Viernheim. Als „Solardetektive“ werden sie vor den Sommerferien nach Sonnenkollektoren Ausschau halten. Einen ersten Anhaltspunkt geben ihnen Luftaufnahmen, die sie von den Kommunen erhalten. Straße für Straße durchkämmen sie – auf der „Jagd nach den Anlagen“. Schülerinnen und Schüler von 73 weiteren Schulen im Kreis Bergstraße sollen ihrem Beispiel folgen und im Rahmen der „solaren Schnitzeljagd“ eine vollständige Kartierung der Solarwärmeanlagen im Landkreis erstellen. Ziel ist es, so auch den Erfolg der Aktion „Wärme von der Sonne“ in der Region zu dokumentieren.
„Wir wollen der sonnenfreundlichste Landkreis sein“, erklärt Wilkes, der auf einer Versammlung im Juli 22 Bürgermeister aus der Region für sein Anliegen gewinnen will. Während er sich um die Bewusstseinsbildung in der Politik kümmert, informiert das SOKO-Team Privathaushalte, Schüler, Lehrer und Handwerk über die Bedeutung der Solarwärmenutzung.
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