In Castrop-Rauxel entsteht ein Musterbeispiel für energiesparendes und klimafreundliches Wohnen im Altbau.
Die Treuhandstelle GmbH (THS) und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) präsentierten im Mai gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Beisenherz und Ministerialrat Joachim Seeger vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vier Häuser, die derzeit mit innovativer Technik modernisiert werden. Das Sanierungsvorhaben ist Teil des bundesweiten dena-Modellprojekts „Niedrigenergiehaus im Bestand“. Nach Abschluss der Arbeiten, der für Herbst 2005 vorgesehen ist, wird der südliche Teil des Karree-Ensembles aus dem Jahr 1929 knapp 90 Prozent weniger Energie verbrauchen.
Bei der Sanierung setzt die THS auf eine so genannte „Nahwärmelösung“. Die vier Gebäude werden über einen gemeinsamen Gas-Brennwertkessel versorgt. Solarkollektoren liefern 75 Prozent der Energie für die Erwärmung des Wassers und 10 Prozent der Heizenergie. Hinzu kommen optimale Dämmstoffe, Dreischeibenverglasung und eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung, die die Energiebilanz weiter verbessern. Die THS-Tochterfirmen THS Consulting GmbH und Skibatron sind für die technische Realisierung und die messtechnische Begleitung verantwortlich.
Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin der dena: „Die sanierten Altbauten von Castrop-Rauxel stellen selbst Neubauten in den Schatten. Der Energiebedarf von 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt um 70 Prozent unter den zulässigen Höchstwerten für vergleichbare Neubauten. Dieser Erfolg soll Beispiel sein für die ganze Region. Denn zurzeit werden die Energiesparpotenziale bei Sanierungen zu wenig ausgeschöpft.“
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