Ein über vierzig Jahre alter Plattenbau der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH entwickelt sich zum Musterbeispiel für attraktives und energiesparendes Wohnen. Dank innovativer Technik wird das viergeschossige in Lübbenau nach Abschluss der Modernisierung 44 Prozent weniger Energie benötigen als ein vergleichbarer Neubau.
Die Modernisierung ist Teil des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Bundesweit hat die dena bereits 20 ähnliche Projekte zur Erprobung von hochinnovativer Energiespartechnik bei der Gebäudesanierung initiiert und begleitet. In Lübbenau sorgen vor allem eine optimale Dämmung, eine sehr gute Wärmeschutzverglasung und modernste Haustechnik wie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dafür, dass der Energiebedarf des Plattenbaus auf jährlich 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter sinkt.
"Das sind 70 Prozent weniger als vorher", so Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin bei der dena. "Dieser Erfolg soll Vorbild sein für die ganze Region. Denn energetisches Sanieren senkt nicht nur die Heizkosten. Es erhöht auch den Wohnkomfort, steigert den Wert einer Immobilie und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz."
Die WIS lässt auch die Grundrisse der Wohnungen neu gestalten und Balkone anbauen. Den zukünftigen Mietern stehen 48 Wohnungen mit sechs verschiedenen Grundrissvarianten zur Auswahl. Über Aufzüge werden alle Wohnungen barrierefrei zu erreichen sein. Um das Umfeld attraktiver zu gestalten, wurden außerdem zwei Nachbargebäude abgerissen. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für Ende November 2005 vorgesehen.
Detaillierte Angaben zum Projekt hat die WIS in einer neuen Studie zum energetischen Sanieren zusammengetragen:
www.wis-spreewald.de