Privatsphäre-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Privatsphäre-Einstellungen
Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Privacy Icon
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Dienste von anderen Unternehmen (Google AdSense)
Beim akzeptieren dieser Option erlauben Sie unserer Webseite Google AdSense zu verwenden. Google AdSense verwendet Cookies, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf Ihren Interessen basieren können.Bitte beachten Sie, dass durch das Akzeptieren der entsprechenden Cookies Daten an Google LLC in den USA übermittelt und dort verarbeitet werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzhinweise
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 23.08.2005

Riesiges Potential an Innovationen und Erneuerungen

Der BDH Präsident, Dr. Heinrich-Hermann Schulte, erläuterte im Vorfeld der shk Hamburg 2005, mit der Hamburg Messe und Congress GmbH, seine Einschätzung der Branchensituation.

Seit diesem Jahr ist der BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik) offizieller Kooperationspartner der shk Hamburg 2005, 14. Messe für Sanitär – Heizung – Klempner – Klima vom 23. bis 26. November auf dem Hamburger Messegelände. Verbandspräsident Dr. Heinrich-Hermann Schulte erläuterte jetzt gegenüber der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) seine Einschätzung der Branchensituation und die Konsequenzen für die zukünftige Bundesregierung und die Messe.


HMC: Herr Dr. Schulte, der BDH unterstützt als Kooperationspartner der shk Hamburg 2005, Messe für Sanitär, Heizung, Klempner, Klima vom 23. bis 26. November auf dem Hamburger Messegelände. Das lässt auf eine optimistische Grundstimmung der Heizungsindustrie in Bezug auf die SHK-Branche schließen.
Dr. Schulte: Wir sehen Licht am Ende des Tunnels, trotz einiger negativer Voraussetzungen. Es werden in 2005 nach jüngsten Schätzungen voraussichtlich nur 230.000 Baugenehmigungen erteilt werden. Dies wäre – trotz neuer Bundesländer – die niedrigste Quote seit 1949. Außerdem ist eine relativ hohe Insolvenzrate insbesondere auch im SHK-Handwerk festzustellen. Hinzu kommt die Billiglohn-Konkurrenz aus dem europäischen Ausland sowie die Entwicklung in der Schattenwirtschaft, die sich mittlerweile zu einem richtigen Business ausgeweitet hat. Allerdings im negativen Sinne. Wir reden hier in 2004 über ein Volumen von 356 Milliarden Euro bundesweit über alle Branchen.

HMC: Und die gute Nachricht?
Dr. Schulte: Wir haben in den Bereichen Sanitär und Heizung einen Sanierungsbedarf von schätzungsweise rund 22 Milliarden Euro. Das heißt, die ganze Branche schiebt ein riesiges Potential an Innovationen und Erneuerungen vor sich her. Des weiteren kennzeichnen die derzeitige Situation die bisher höchste Sparquote und die niedrigsten Zinsen.

HMC: Seit einigen Wochen ist der Weg für Neuwahlen frei. Angenommen die Union gewinnt diese Wahlen, welche konkreten und nachhaltigen Maßnahmen der künftigen Regierung wünschen Sie sich im Bezug auf die Situation in der SHK-Branche und dem Handwerk?
Dr. Schulte: Unabhängig vom Wahlausgang ist hier generell die Bewusstmachung wichtig, dass wir nicht in einer Rezession leben. Wesentlich wäre natürlich auch die Senkung der Lohnnebenkosten, um es gerade dem Handwerk und dem Mittelstand möglich zu machen, mehr Arbeit zu generieren und dadurch die Schattenwirtschaft zu bekämpfen. Ein weiterer Punkt ist eine größere Unterstützung des Handwerks seitens der Politik, um das hohe Know-how, das im Umgang mit Produkten der Heizungsindustrie einfach erforderlich ist, erhalten zu können. Wir hatten ja die Diskussion um den Meisterbrief. Das Thema ist zwar erst einmal vom Tisch, doch nach wie vor droht uns da Ungemach. Um es an dieser Stelle ganz deutlich zu sagen: Wir legen großen Wert darauf, dass diese höchste Qualifikation des Handwerks erhalten bleibt. Denn wir sind von Seiten der Industrie in zunehmendem Maße darauf angewiesen, immer komplexere Produkte auf den Markt zu bringen, die miteinander kombiniert werden müssen. Und dies erfordert wirklich allerhöchste Kompetenz von Seiten des Handwerks.

HMC: Wie können diese Ziele erreicht werden?
Dr. Schulte: Ganz konkret versprechen wir uns von einem politischen Wandel zwei Punkte: Der erste wäre die Schaffung von direkten Abschreibemöglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen, um aus der Schattenwirtschaft heraus zu kommen. Es gibt eine Menge an Förderprogrammen, alles hilfreich, aber nicht ausreichend. Man merkt, dass wir ein riesiges Potential vor uns herschieben, und das trotz dieser Förderung. Die Förderung, so wie sie zur Zeit praktiziert wird, ist zu kompliziert. Man könnte natürlich auch über die Verminderung der Mehrwertsteuer sprechen, das wäre selbstverständlich auch ein Weg. Der zweite Punkt ist die Einführung des Energiepasses. Auf europäischer Ebene gilt die Gebäude-Energieeffizienz-Richtlinie, die ab 1.1.2006 in nationales Recht umgesetzt werden muss. In Deutschland gilt bereits seit Februar 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV). Der Energiepass, der bei Mieter- oder Eigentümerwechsel ausgestellt werden soll, wird künftig einer der wichtigsten Indikatoren bei der Bewertung eines Gebäudes sein. Ein geschärftes öffentliches Bewusstsein über die Notwendigkeit zu schaffen, Gebäude energetisch zu sanieren, fossile Energie einzusparen und so den Co2-Ausstoß zu senken, das halte ich für einen der wichtigsten Schritte überhaupt. Deshalb wünsche ich mir eine noch stärkere Unterstützung der Politik bei der Einführung eines aussagekräftigen Energiepasses.

HMC: Nun mangelt es ja nicht an plakativen Aussagen zu den Vorteilen energetischer Modernisierungen. Wie kann eine Forcierung des Bereichs Energieeinsparung ganz praktisch aussehen für Handwerk und Industrie? Werbekampagnen gibt ja genug.
Dr. Schulte: Der Energiepass ist aus meiner Sicht eine hervorragende Möglichkeit, das nötige Bewusstsein bei den Hauseigentümern zu schaffen. Die hohen Energiekosten bewirken zur Zeit ihr übriges. Der Rohölpreis lag am 4. August erstmals über 60 Dollar pro Barrel. Und die Energiepreise werden weiter steigen. Erwartet werden bis Ende des Jahres 70 bis 80 Dollar pro Barrel und bis Ende 2006 sogar 100 Dollar pro Barrel. Es muss also etwas passieren auf diesem Sektor, ansonsten werden die Miet-Nebenkosten für viele unerschwinglich. Es ist eigentlich nicht nachzuvollziehen, dass trotz hoher Sparquote und niedriger Zinsen nicht stärker in die Energieeinsparung investiert wird. Offensichtlich haben hier alle Methodiken der Vergangenheit – einschließlich Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und staatlicher Förderung – nicht so gewirkt, wie es notwendig gewesen wäre.

HMC: Also was kann man tun?
Dr. Schulte: Aus meiner Sicht helfen hier nur grundsätzlich neue Ansätze. Das größte Potential überhaupt zur Energieeinsparung und CO2-Minderung liegt im Gebäudebestand, der mit einem Anteil von mehr als einem Drittel am jährlichen Gesamtenergieverbrauch in Deutschland den größten Verbrauchssektor darstellt. Ca. 50 Prozent Einsparung an fossilen Brennstoffen würde z. B. durch die Nutzung moderner Anlagentechnik in Kombination mit Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien ermöglicht. Durch die Integration von solarthermischen Anlagen oder Wärmepumpen in das Sanierungskonzept könnten nachhaltig erhebliche Energiekosten gespart werden. Die Förderung über den Gesamtwirkungsgrad eines Gebäudes wäre beispielsweise ein neuer Ansatz. Insbesondere dann, wenn dies noch mit einer neuen Abschreibungsmethode kombiniert würde. Insgesamt sind flankierende Anschubfinanzierungen durch den Staat notwendig, die letztendlich auch kostenneutral für den Staatshaushalt sind. Hierbei werden nur Anschubfinanzierungen aber keinesfalls langfristige Subventionen vorgeschlagen.

HMC: In Bezug auf energetische Modernisierungsmaßnahmen sprechen Sie von einer Mindestqualifikation des Handwerks. Sind Ihnen die SHK-Gewerke nicht qualifiziert genug?
Dr. Schulte: Bei der fachlichen Qualifikation des Handwerks sehen wir absolut keine Schwächen. Wo es unserer Meinung nach noch Defizite gibt, dass ist im Bereich der Modernisierungsberatung. Die Kommunikation zwischen Handwerk und Endkunde, die ist es, die gestärkt werden muss. Aber hier sehen wir uns auch als Industrie in der Pflicht dies durch entsprechende Schulungen weiterhin zu fördern – nicht nur was die technische Seite, sondern auch was die kaufmännische Abwicklung von Modernisierungsvorhaben betrifft. Entscheidend ist aus unserer Sicht, die Leistungen der einzelnen Gewerke zu bündeln und sich gegenüber dem Kunden als neutraler Energieberater zu qualifizieren, der für die energetische Erneuerung des Gebäudes verantwortlich zeichnet. Dies schließt Kompetenzen in den Bereichen Elektro, Isolation, Fenster und Fassade mit ein. Besonders wichtig ist darüber hinaus der persönliche Kontakt des Handwerkers zum Endkunden und dass dieser auf Vertrauen basiert. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt.

HMC: Welche Veränderungen der shk Hamburg wünschen Sie sich für die Zukunft – sowohl in den Köpfen der beteiligten Partner als auch konzeptionell?
Dr. Schulte: Wir haben uns unter anderem deshalb so intensiv für den Erhalt dieser wichtigen Messe ausgesprochen, weil wir auf gar keinen Fall möchten, das eine Lücke zwischen Industrie und Handwerk entsteht. Die Heizungsindustrie möchte das Handwerk bei seiner Arbeit mit dem Endkunden so intensiv unterstützen wie es geht. Und hier sehen wir in Regionalmessen einen wichtigen Kommunikationsknotenpunkt. Auf einer Messe wie der shk Hamburg kann der Handwerker sich direkt über die neueste Technik informieren oder auch gemeinsam mit seinem Kunden Produkte in Augenschein nehmen. Hinweisen möchte ich an dieser Stelle natürlich auch auf die Sonderschau des BDH zum Thema „Erneuerbare Energien in Gebäuden“. Wir hoffen sehr, dass wir alle gemeinsam hier in Hamburg eine Aufbruchstimmung schaffen können, die sich nachhaltig positiv für alle Seiten auswirkt. Bisher sind wir mit dieser Kooperation und der Zusammenarbeit im Rahmen der shk Hamburg sehr zufrieden.

HMC: Herr Dr. Schulte, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Die shk Hamburg, 14. Messe für Sanitär – Heizung – Klempner – Klima, ist vom 23. bis 26. November 2005 geöffnet; der Eintritt kostet 12 Euro, für Schüler, Studenten und Auszubildende 5 Euro.

Aktuelle Forenbeiträge
P G schrieb: Hallo, ich hab irgendwie ein Verständnis Problem, ich möchte...
Sonnenschein123 schrieb: Hallo zusammen, ich habe einen älteren ETA PE 25, Baujahr...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Tanks, Behälter, Wärmespeicher,
Wassermanager, Grauwasseranlagen
 
Website-Statistik