Der zweite bundesweite Tag des Passivhauses gibt Antworten zu der Frage wie sich komfortables Wohnen und Energiesparen verbinden lässt. Am 12. und 13. November laden Planer und Bewohner dazu ein, diese innovativen Gebäude des Zukunftstrends beim Bauen zu besichtigen.
Viele stolze Sparfüchse laden am Tag des Passivhauses zu einem Besuch in ihren Häusern ein
Der Tag des Passivhauses findet 2005 zum zweiten Mal bundesweit und diesmal sogar unter Beteiligung der europäischen Nachbarländer statt.
Passivhäuser bieten wohlige Wärme im Winter und sind im Sommer angenehm kühl. Trotz dieses Komforts können sie auf eine aufwendige herkömmliche Heizung verzichten. Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das "passiv" von der Sonne, von inneren Wärmequellen und von zurückgewonnener Wärme angenehm warm gehalten wird und deshalb kein konventionelles Heizsystem mit Heizkörpern in jedem Raum benötigt.
Baustandard in Deutschland nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung ist das so genannte Niedrigenergiehaus (NEH). Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Im Vergleich zum NEH benötigt ein Passivhaus 80% weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90 %. In Zeiten steigender Öl-und Gaspreise liegen diese Energiesparhäuser deshalb nicht nur aus ökologischen Gründen im Trend.
Besonders sparsam werden Passivhäuser durch eine luftdichte Gebäudehülle mit besonders guter Wärmedämmung mit dreifachverglasten Fenstern, durch Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, die Nutzung passiver Wärmequellen wie einfallender Sonnenstrahlen und die Nutzung der Abwärme von Menschen und Haushaltsgeräten. Eine futuristische Architektur ist nicht erforderlich - der Passivhaus-Standard ist mit fast allen Hausformen und Baumaterialien realisierbar und ist gleichermaßen bei Alt- und Neubau einsetzbar.
Passivhäuser werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch zinsverbilligte Kredite gefördert. Darüber hinaus gibt es weitere regionale Fördermöglichkeiten.
Der Passivhausmarkt nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Im nächsten Jahr werden zur 10. Internationalen Passivhaustagung vom 19.5. bis zum 20.5. bis zu 800 Experten aus Deutschland, Europa sowie aus Nordamerika und Asien in Hannover erwartet.
Doch zunächst können die „Sparkünstler“, rund 200 Passivhaus-Objekte allein in Deutschland,
am 12.11 und 13.11.05 besucht werden. Der bundesweite Aktionstag wird von der Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland (IG Passivhaus) mit Hilfe ihrer Mitglieder organisiert.
Weitere Informationen über die zu besichtigenden Objekte unter
www.ig-passivhaus.de