Mit über 300 Gästen aus ganz Deutschland und einem Symposium zum Thema „Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit“ hat die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. am 28. und 29. Oktober in München ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.
In dem traditionsreichen Rahmen im Alten Rathaus und dem Deutschen Museum verlieh DGS-Präsident Jan-Kai Dobelmann den „DGS-Solarpreis 2005“ in den Kategorien Politik, Forschung, Bildung, Messe, Unternehmen und Ausland. Der Schirmherr der Veranstaltung, Hepp Monatzeder, Bürgermeister der Stadt München, betonte: „Die Zeiten, in den Befürworter der Solarenergie belächelt wurden, sind längst vorbei. Dazu hat auch die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie beigetragen.“
Bei der Auswahl der Preisträger stand die Idee im Mittelpunkt, 30 Jahre DGS mit Personen zu verknüpfen, die die Erfolgsgeschichte der Solartechnik symbolisieren.
In der Kategorie Politik wurde Dr. Wolfhart Dürrschmidt, Ministerialrat und Leiter des Grundsatzreferates für Erneuerbare Energien im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für seine langjährigen Leistungen im Zusammenhang mit der Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und anderer Maßnahmen zur Markteinführung der erneuerbaren Energien geehrt.
In der Kategorie Forschung überreichte die DGS den Solarpreis an Dr. Joachim Nitsch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart. Als Systemanalytiker hat dieser über viele Jahre Referenzszenarien für die Ausbreitung der erneuerbaren Energien in Deutschland entwickelt.
Als Unternehmen wurde Wagner & Co. Solartechnik aus dem hessischen Coelbe ausgezeichnet. „Als einer der Solarpioniere in Deutschland haben sie den Markt bereitet und bestehen auch heute noch mit Innovation als konzernunabhängiger Anbieter im Wettbewerb“, betonte Dobelmann.
In der Kategorie Messe fiel die Entscheidung auf Markus Elsässer von der Solar Promotion GmbH in Pforzheim. Der 36-Jährige wurde für sein konstantes und hochwertiges Engagement für die Solartechnik geehrt, das die Intersolar von einer kleinen regionalen Warenschau zu der bedeutendsten internationalen Fachmesse für Solartechnik gemacht hat.
Für ihre Errungenschaften im Bereich Bildung für die erneuerbaren Energien wurde die Gruppe „Postgraduate Programme Renewable Energy“ der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg mit dem DGS-Solarpreis 2005 gewürdigt. Der englischsprachige Studiengang für Teilnehmer der Dritten Welt wurde 1987 ins Leben gerufen und ist heute weltweit anerkannt.
Für die Leistungen zur ländlichen Elektrizifierung mit Solartechnik in Laos wurde Andy Schroeter von der Firma Sunlabob Rural Energy Systems Co., einem privaten Stromversorger, der die autarke Dorfstromversorgung in Laos vorantreibt, ausgezeichnet.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden jedoch nicht nur Preise verliehen, sondern auch zahlreiche Vorträge zu den Themen „Klimawandel“ und „Nachhaltiges Handeln“ gehört.
Weitere Informationen unter :
www.dgs.de