ETHICS IN BUSINESS prüft Mittelständler.
Schirmherr Ulrich Wickert
Ethisches Handeln in der Wirtschaft ist ein wichtiger Baustein für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, so ein zentrales Ergebnis der bundesweiten Vergleichsstudie ETHICS IN BUSINESS. Untersucht wurden 41 Mittelständler, die sich zu ethischem und nachhaltigem Wirtschaften verpflichtet haben.
Durchschnittlich erzielten diese Unternehmen in den letzten zwei Jahren eine Wachstumsrate von 28,5 Prozent des Umsatzes. Gut zwei Drittel von ihnen konnten in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit Arbeitsplätze schaffen. Auf der anderen Seite haben 90 Prozent der Betriebe in der letzten Zeit Maßnahmen getroffen, um den Ressourcenverbrauch und die Emissionen zu verringern. Zudem zeigen sie alle großes soziales Engagement. Die Analyse dokumentiert jedoch auch, dass bei allen Firmen noch Potenziale bestehen.
Durchgeführt wurde die Studie von der Ratingagentur oekom reserach AG in Zusammenarbeit mit dem Augsburger Universitätsprofessor Dr. Bernd Wagner.
Vier Bereiche wurden geprüft: das Handeln des Unternehmens gegenüber externen Partnern und der Gesellschaft, der Umgang mit Mitarbeitern, der betriebliche Umweltschutz sowie die ökologische Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen.
Die Untersuchung zeigt, dass für ethisch handelnde Unternehmen verantwortungsvolles Marketing eine Selbstverständlichkeit ist, deshalb schulen zwei Drittel der Teilnehmer ihre Mitarbeiter in fairen Marketingmethoden.
Bei den Gehältern der Firmenlenker hat man das rechte Maß behalten: Ein Großteil der Geschäftsführer verdient weniger als fünfmal so viel wie der normale Arbeitnehmer. Ein Vorstand bei den DAX30-Unternehmen hingegen hat etwa das 25-fach, ein Vorstandsvorsitzender häufig das 150-fache des durchschnittlichen Gehaltes.
Durch Gleitzeit, Teilzeit oder Jahresarbeitszeitkonten und Heimarbeitsplätze versuchen alle Teilnehmer, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Kinderbetreuung oder betriebliches Kindergeld indes bietet nur ein Viertel und auch die Anzahl der Frauen in Führungspositionen lässt zu wünschen übrig.
Im Umweltschutz setzen die 41 Mittelständler vor allem beim Energieverbrauch an. Niedrigenergiebauweise ist bei Neubauten quasi Standard und 38 Prozent der Teilnehmer beziehen Strom oder Wärme aus regenerativen Energieträgern.
Die Studienergebnisse gibt es auf
www.ethics.de