In den letzten drei Jahren haben im Schnitt fünf Millionen Privathaushalte in größerem Maße ihre Häuser und Wohnungen renoviert und modernisiert, wie eine aktuelle Umfrage unter 10.000 Haushalten durch das Nürnberger Marktforschungsinstitut ICON im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) ergeben hat.
Bei dieser Umfrage wurden nur größere Investitionen berücksichtigt. Normale Schönheitsreparaturen und andere laufende kleinere Maßnahmen bleiben damit nach Auskunft von LBS Research unberücksichtigt.
Bei der
Art der Maßnahmen steht nach Angaben der LBS-Experten die Erneuerung und Renovierung von Wänden und Decken (in der Hälfte aller Fälle) bzw. der Fußböden (38 Prozent) eindeutig im Vordergrund, gefolgt von der Verbesserung von Fenstern, Türen oder Jalousien (30 Prozent).
Relativ oft – und mit erheblichem finanziellen Aufwand – sei die Heizungs- und Warmwasseranlage an der Reihe (23 Prozent), bei 18 Prozent die Elektroinstallation.
Investitionen in Fassade (15 Prozent) oder Dach (12 Prozent) seien teurer und daher nicht so häufig.
Eher die Ausnahme (mit jeweils 3 Prozent) seien Energieinvestitionen in Fotovoltaik- oder Solaranlagen sowie Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen.
Bei den
Motiven halten sich „Pflicht“ und „Kür“ nahezu die Waage. Immerhin 57 Prozent der Befragten gaben laut Umfrage als Grund an, die „Maßnahme war notwendig“, 12 Prozent wurden gar aufgrund gesetzlicher Vorgaben aktiv. Ähnlich viele wollten allerdings einfach etwas für die Wohnwertverbesserung tun (56 Prozent) bzw. etwas Neues im Haus oder in der Wohnung haben (24 Prozent). Staatliche Fördermittel seien demgegenüber nur in drei Prozent der Fälle ein Auslöser gewesen.
Dass man häufig mehr der Not als einem eigenen Wunsch folgt, erklärt nach Einschätzung der LBS-Experten auch, weshalb nach der Umfrage im Moment erst einmal „nur“ vier Millionen Haushalte für die nächsten zwölf Monate neue Verbesserungsmaßnahmen planen.
Mit denen, die sich zwangsläufig oder auch freiwillig eher kurzfristig zu entsprechenden Aktivitäten entschließen, kämen sicher
in den nächsten Jahren im Schnitt mindestens fünf Millionen private Modernisierer zusammen, so die Schlussfolgerung von LBS Research.
Mit zunehmender Wohnungszahl und wachsendem Alter der Gebäude stünden zwangsläufig immer mehr Haushalte im regelmäßigen Rhythmus vor der Aufgabe, die bestehenden Objekte an aktuelle technische Standards und Wohnbedürfnisse anzupassen.