Fußball WM 2006 in Deutschland, EM 2008 in Österreich und der Schweiz- Umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen, Neu- und Umbauten werden für diese Megaevents geplant und gebaut.
Am Zentrum für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems untersucht man derzeit die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit solcher Großprojekte.
Planer schaffen bei Neubauten Vorgaben für die späteren Betriebskosten und den Ressourcenverbrauch, die auf Jahrzehnte hinaus nur mehr marginal verändert werden können. Am Zentrum für bauen und Umwelt weist man darauf hin, dass diese Faktum in der Praxis immer noch kaum berücksichtigt wird, denn die Grund- und Errichtungskosten bleiben das entscheidende Planungskriterium.
Über die ressourcensparende Errichtung des eigentlichen Gebäudekomplexes hinaus stellt sich die Frage, ob Großprojekte nachhaltig in Entwicklungsstrategien der Gesamtstadt und des Stadtviertels eingebettet sind. „Bauten für Großanlässe können ein wichtiges Marketinginstrument für die Stadtentwicklung, den Tourismus und den Standortwettbewerb sein,“ zeigt Franz Eberhardt, Baudirektor der Stadt Zürich, den breiten Bogen des Themas Nachhaltigkeit bei Großprojekten auf. So können Sportereignisse „Trägerraketen“ für die langfristige Aufwertung ganzer Stadtteile sein.
Am 12. Januar wird Stadtbaudirektor Franz Eberhardt gemeinsam mit Vertretern weiterer Austragungsstädte der Fußball EM 2008 zum Thema „Fußball EM- Ein Tor für die Stadtentwicklung“ in einer Podiumsdiskussion an der Donau-Universität Krems Stellung beziehen.
Weitere Informationen unter
www.donau-uni.ac.at/bau