„Die Stimmung im Handwerk hat sich aufgehellt, die Handwerkskonjunktur wird stabiler“, so äußerte sich Hanns-Eberhard Schleyer der Generalsekretär des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH) auf einer Pressekonferenz am 7. November in Berlin.
Generalsekretär des ZDH Hanns-Eberhard Schleyer - Foto: ZDH/Himsel
Doch durch die Herbstumfrage des Verbandes, an der rund 15.700 Betriebe im Westen und 6.600 im Osten beteiligt waren, wurde auch deutlich, dass die Lage angespannt bleibt, obgleich sich die dramatischen Rückschläge im ersten Quartal 2005 nicht fortgesetzt haben.
Laut Schleyer lassen vor allem fehlende Nachfrage, die deutlich gestiegenen Energiepreise und die starke Konkurrenz eine schnelle Erholung nicht zu.
Stärker ausgeprägt als früher zeigt sich laut Ansicht des Verbandes, dass die Entwicklung regional sehr unterschiedlich ist. Während in Ostdeutschland wenig konjunkturelle Impulse zu spüren sind, hat sich die Lage in Westdeutschland geringfügig verbessert.
Problematisch in Ost und West bleiben die mangelnde Auftragsreichweite, eine nur siebzigprozentige Auslastung der Betriebe und besonders der Preisdruck. Trotz drastischer Erhöhungen der Vorleistungs- und Energiepreise konnten die Betriebe ihre Preise nicht erhöhen.
Das mindert die Erträge und lässt nur geringe Spielräume für Investitionen.
Für das Handwerk kommt deshalb laut Schleyer „ den ersten Weichenstellungen und dem langfristigen Politikansatz einer neuen Bundesregierung eine besondere Rolle zu“.