Die am Samstag beendete SHK Hamburg bekam, sowohl von der überwiegenden Menge der 39.000 Besucher, als auch von der Mehrheit der Aussteller eine positive Bilanz. Die Messe hat sich erneut als wichtiger Branchentreff im norddeutschen Raum gezeigt.
Blick in die neu hinzugekommene Halle 14
Fachbesucher informieren sich auf der SHK Hamburg 2005
Die Heizungstechnik vertreten in Halle 14
450 Aussteller aus 17 Nationen präsentierten auf acht Hallen (2002: 500 Aussteller in zwölf Hallen) und erstmals auch in der neuen Halle 14 ihre Produktneuheiten aus der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie aus der Sanitär- und Klempnertechnik.
Im Vorfeld der Messe und auch während der Messetage selbst, angeheizt durch das Fernbleiben einiger großer Sanitärhersteller, ging immer wieder das Gerücht durch die Reihen es handele sich hier um die letzte SHK in Hamburg.
Doch Wilfried Sander, Messebeiratsvorsitzender und Landesinnungsmeister des SHK-Fachverbands Hamburg, der wie die Fachverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und – erstmals – Mecklenburg-Vorpommern zu den ideellen Trägern der SHK gehört, zieht trotz „manchem Unkenruf im Vorfeld eine durchweg positive Bilanz“. Für ihn ist die SHK Hamburg „auch in diesem Jahr ihrem Ruf als bedeutende Fachmesse gerecht geworden“.
Zufrieden äußerte sich auch der Marketing Direktor von tub-e® Reinhard Vinkmann. „Als einziger ausstellender und namhafter Kupferrohrhersteller haben wir mit tub-e® Flagge gezeigt und wurden mit einem Besucherzulauf weit über unsere Erwartungen hinaus belohnt. Bemerkenswert fanden wir das große Interesse der Nachwuchs-Handwerker. Durch 30 Jahre Garantie für die Produktreihe Hausinstallation in Verbindung mit der Aussage „tub-e® ein Rohr für alle Fälle in der Hausinstallation“ entsprechen wir dem Trend nach mehr Sicherheit und Vereinfachung. Wir kommen auf jeden Fall wieder und bereiten uns derzeit auf unsere Präsentation auf der SHK Essen vor.“
Auch Sanitärhersteller bekannten sich zur einzigen Regionalmesse der Branche in diesem Jahr. „Für uns ist die SHK wichtig, weil wir hier alle Zielgruppen erreichen“, sagte Grohe-Vertriebsleiter Armin Nowak. „Hier konnten wir unsere neuesten Produkte präsentieren, die wir bereits in Frankfurt vorgestellt haben. Während der SHK haben wir aber sehr viele Kunden erreicht, die dort nicht dabei waren.“
Mit „gemischten Gefühlen“ ist das Unternehmen Dehoust nach Hamburg gefahren und fand die Messe dann doch besser als erwartet. Aber laut Ansicht des Verkaufsleiters bei Dehoust Herrn Wendt ist „der Service noch verbesserungswürdig.“ Die Messe ist aus seiner Sicht „nicht vergleichbar mit Essen oder Nürnberg, aber dennoch wichtig für den Norden.“ Die Qualität der Fachbesucher hielt er für gut, aber er hätte sich eine noch größere Anzahl an Fachbesuchern gewünscht. Insgesamt jedoch, wurden Dehousts doppelwandigen Kunststoff-Öltanks wegen Renovierungsbedarf großes Interesse entgegengebracht. „Und auch die professionelle Regenwassernutzung wird im norddeutschen Raum stärker nachgefragt“, sagte Herr Wendt. „Gute Kontakte zu Skandinavien ergaben sich auf der Messe auch, weil dort die doppelwandige Lagerung neu vorgeschrieben wurde“, so Wendt.
Für die Firma MEPA Pauli und Menden „stand früh fest, dass wir zur SHK gehen – wenn auch mit gemischten Gefühlen“, so Geschäftsführer Reiner Pauli. „Mit dem Zuspruch sind wir jetzt aber äußerst zufrieden.“
„Mit einer niedrigen Eingangserwartung“ machte sich das Team von Dallmer auf den Weg zur Hamburger Messe, und „wurde dann positiv überrascht“, wie Herr Bauermeister der Marketingleiter von Dallmer sich äußerte. „Durch die große Anzahl an vernünftigen Fachbesuchern sind wir mit der Messe sehr zufrieden. Großes Interesse fand besonders unsere Duscheinheit CeraFundo - die sichere und einfache Lösung für bodengleiche Duschen. Und wenn zukünftig die Präsenz der Großhändler wieder auf ein überschaubares Maß zurückkehrt, kommen wir gerne wieder“, so Bauermeister.
Der erstmals vertretene dänische Hersteller von Mini-Blockheizkraftwerken, EC-Power, zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Wir haben bei dieser Messe zahlreiche wichtige Kontakte hergestellt“, sagte Marketingchef Michael Finderup Jensen.
Kurt Buchner, Regionalverkaufsleiter Technik Nord bei Geberit: „Diese Messe ist sehr wichtig. Wir sind froh, dass wir hier mit einem Stand vertreten waren, der gut frequentiert wurde.“
Und auch Romay Sanitär-Verkaufsleiter Roland Ledermann äußerte sich positiv: „Der Besucherandrang war überraschend gut angesichts der Diskussionen vor der SHK.“
Etwas hin und her gerissen zeigte sich Herr Gormanns, der Verkaufsleiter von SYR: „Rein von den Messetagen her haben wir gute und ausführliche Gespräche gehabt, und von daher machte die Messe für uns durchaus Sinn, so dass wir wiederkommen wollen. Aber insgesamt wäre die Messe noch viel attraktiver, wenn die ganze Branche vertreten wäre, da muss man einfach mal schauen wie sich das zukünftig weiter entwickelt.“