Die Entwicklung des US-Photovoltaikmarkts könnte sich in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen. Schätzungen zufolge ist ein Wachstum von 85 Megawatt installierter Leistung im Jahr 2004 auf rund 700 Megawatt im Jahr 2010 möglich.
Dies geht aus dem neuen "Praxisreport Solarmarkt USA" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hervor. Die Impulse beruhen vor allem auf Initiativen einzelner Bundesstaaten und Regionen.
Die größten Hoffnungen ruhen auf Kalifornien, wo sich bereits jetzt auf Grund gezielter Förderprogramme rund 80 Prozent des US-Photovoltaikmarkts konzentrieren. Eine richtungsweisende 1-Millionen-Dächer-Initiative von Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist zwar gescheitert, es werden jedoch neue Gesetzesinitiativen erwartet. Unabhängig davon wird Kalifornien seine Führungsrolle in den nächsten Jahren weiter behaupten. Arizona, New Jersey und andere Bundesstaaten um Süd- und Nordwesten der USA haben in den letzten Jahren Quoten für die Förderung der Photovoltaik durch Energieversorgungsunternehmen eingeführt. Deshalb wird hier voraussichtlich auch eine stärkere Wachstumsdynamik entstehen.
In den USA kein übergreifendes Gesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien auf nationaler Ebene entscheidend vorantreibt. Positiv wird sich aber das kürzlich verabschiedete Energiegesetz (Energy Bill) auswirken, das für die Jahre 2006 und 2007 Steuervergünstigungen für Solaranlagen von 30 Prozent vorsieht.
Mit dem Praxisreport informiert die dena über die aktuellen energiepolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Photovoltaik in den USA. Dabei wird ausführlich und praxisnah auf die unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Bundesstaaten eingegangen. Weitere Kapitel behandeln die Märkte für Solarthermie und für solarthermische Kraftwerke.
Der Praxisreport Solarmarkt USA wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) erstellt. Das Kapitel über solarthermische Kraftwerke entstand mit Unterstützung von VDI/VDE-Information + Technik GmbH. Der Praxisreport erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien". Er kann für 200 Euro bestellt werden unter:
www.exportinitiative.de