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News vom 09.12.2005

Noch lohnender bei hohen Energiepreisen - Heizungserneuerung

Effiziente Öl-Brennwertheiztechnik kombiniert mit einer solarthermischen Anlage ist nach Ansicht des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) heute für viele Hausbesitzer und Bauherren eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Variante der Wärmeversorgung.

Hohe Energiepreise machen eine Heizungserneuerung noch lohnender. Ein effizientes Öl-Brennwertgerät verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Heizöl als ein veralteter Heizkessel
Hohe Energiepreise machen eine Heizungserneuerung noch lohnender. Ein effizientes Öl-Brennwertgerät verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Heizöl als ein veralteter Heizkessel
„Verantwortungsvoller Umgang mit Energie und hoch effiziente Heiztechnik sind langfristig brauchbare Instrumente gegen steigende Energiepreise“, erklärt Professor Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).
„Verantwortungsvoller Umgang mit Energie und hoch effiziente Heiztechnik sind langfristig brauchbare Instrumente gegen steigende Energiepreise“, erklärt Professor Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).
Von den rund 120 Millionen Tonnen Mineralöl, die jährlich in Deutschland verbraucht werden, entfallen mehr als ein Fünftel auf Heizöl Extra Leicht (Heizöl EL), das überwiegend zur Wärmeversorgung von Gebäuden verwendet wird. Zurzeit werden mehr als zwölf Millionen Wohnungen mit Heizöl beheizt.

Entgegen der vielfach zitierten Forderung „Weg vom Öl“ plädiert Professor Christian Küchen, Geschäftsführer des Hamburger Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO), für die realistische und vor allem wirtschaftlich sinnvolle Erschließung von Einsparpotenzialen im Wärmemarkt.

„Hoch effiziente Heiztechnik, idealerweise in Kombination mit Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, ist unter Kosten-Nutzen-Aspekt eine sehr attraktive Energiesparmaßnahme und damit in vielen Fällen das wirkungsvollste Instrument gegen hohe Energiepreise“, erklärt Küchen.

Die Energiebilanz der privaten Haushalte – über 60 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf Heizung und Warmwasser – und die große Anzahl veralteter Heizungen sprechen dafür, Hausbesitzer zu Modernisierungsinvestitionen in diesem Bereich zu motivieren und verstärkt zu unterstützen.

Allein in den norddeutschen Bundesländern sind nach Angaben des Schornsteinfegerhandwerks rund 430 000 Heizungsanlagen älter als 20 Jahre. Sie sind technisch veraltet und verbrauchen in der Regel zu viel Energie.

Ein veralteter Heizkessel mit geringem Wirkungsgrad sollte möglichst bald gegen ein sparsames Öl-Brennwertgerät ausgetauscht werden. Ein Öl-Brennwertkessel erfordere zunächst zwar finanzielles Engagement, doch dies zahle sich in einem überschaubaren Zeitraum wieder aus, so Professor Küchen.

Beispielrechnung: Liegt zurzeit der jährliche Heizölverbauch bei 5000 Litern, werden bei einer Einsparung von 30 Prozent rund 1500 Liter weniger verbraucht. Bei einem Heizölpreis von 60 Cent je Liter ergibt sich also eine Ersparnis von jährlich 900 Euro. „Der neue Öl-Brennwertkessel samt Regelung, ein neuer Wärmespeicher und die Anpassung des Abgassystems hätten sich nach rund neun Jahren amortisiert“, fasst Küchen zusammen. „Bei steigenden Energiepreisen würde sich diese Amortisationszeit verringern, bei fallenden verlängern.”

Im Vergleich dazu wäre die Umstellung auf eine Holzpelletheizung zwei bis dreimal so teuer wie die Installation eines modernen Brennwertkessels. Überdies sei der Wirkungsgrad von Holzfeuerungen deutlich geringer als der von Öl- oder Gas-Brennwertgeräten.

In punkto Versorgungssicherheit und Brennstoffqualität betrachtet der IWO-Geschäftsführer Heizöl als eine zukunftssichere Energie: „Ein Ende des Ölzeitalters steht in absehbarer Zeit nicht bevor. Rohöl ist nach wie vor ausreichend vorhanden.”

Das gegenwärtig hohe Preisniveau sei keinesfalls auf mangelnde Ölvorräte sondern vor allem auf eine weltweit starke Nachfrage nach Ölprodukten sowie die generell hohe Auslastung der Förder- und Verarbeitungskapazitäten zurückzuführen. Die weltweit bestätigten Rohölreserven lagen mit 173,3 Milliarden Tonnen zu Beginn des Jahres so hoch wie niemals zuvor.

Bei der Entwicklung neuer Brennstoffe hat die Mineralölwirtschaft mit der Einführung einer neuen schwefelarmen Heizölsorte eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung der Öl-Brennwerttechnik geleistet.

Wichtigste Eigenschaft von „Heizöl EL schwefelarm“ ist die nahezu rückstandsfreie Verbrennung. Sie garantiert eine gleichbleibend hohe Energieausnutzung, senkt also den Heizölverbrauch. Zudem verringert sie den Wartungsaufwand bei Kessel und Brenner und erhöht die Lebensdauer der Heizanlage. Überdies werden die Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduziert. „Der Schwefelgehalt von höchstens 0,005 Prozent liegt auf dem Niveau von Erdgas“, erklärt Professor Küchen.

Ursprünglich wurde diese Heizölsorte speziell für Öl-Brennwertgeräte entwickelt. Doch ihre Vorteile kann sie genauso gut in konventionellen Öl-Niedertemperaturkesseln ausspielen, wie umfangreiche Labor- und Feldtests bewiesen haben.

Option für die Zukunft: Bio-Heizöl

Flüssige Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen können nach Meinung von Professor Küchen in der Zukunft zur Energieversorgung beitragen. Denn die Vorteile flüssiger Brennstoffe lassen sich durch die Beimischung von Biokomponenten um den wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit erweitern.

Flüssige Biobrennstoffe weisen eine hohe Energiedichte auf und lassen sich anders als feste Brennstoffe mit moderner Verbrennungstechnik nahezu rückstands- und schadstofffrei verbrennen.

Überdies gewinnt die Möglichkeit der individuellen Brennstoffbevorratung und einfachen Lagerung beim Verbraucher wieder an Bedeutung. Die potenziell große Zahl von Anbietern gewährleistet zudem einen funktionierenden liberalisierten Brennstoffmarkt.

Tipp für Hausbesitzer:
Kostenlose Online-Energiesparberatung und Infomaterial zur Öl-Brennwerttechnik unter:
www.oelheizung.info
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