Jeder fünfte Haushalt in Deutschland setzt Brennholz ein, 4,4 Prozent nutzen Solarkollektoren, 2,1 Prozent verfügen über eine Wärmepumpe und 0,9 Prozent sind mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet.
Der Bericht über die Erhebung des Energieverbrauchs privater Haushalte
Das ist ein Ergebnis der Studie "Erhebung des Energieverbrauchs der privaten Haushalte für das Jahr 2003", die vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) und von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgeführt wurde. Das BMWi hatte das Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, um die unzureichende Datenbasis zum Energieverbrauch der privaten Haushalte zu verbessern.
Im Rahmen der Studie nahmen rund 8.000 private Haushalte an einer bildschirmgestützten Befragung zu verschiedenen Aspekten ihres Energieverbrauchs teil; die Ergebnisse wurden anschließend auf alle deutschen Haushalte hochgerechnet. Danach leisten Heizöl und Erdgas den größten Beitrag zur Energieversorgung der Haushalte, mit einigem Abstand gefolgt von Strom.
Die Studie liefert auch darüber hinaus viele interessante Einzelergebnisse. So verbrauchen Haushalte in Ostdeutschland im Schnitt rund 8 % weniger Strom als westdeutsche Haushalte. Nach Ansicht der Autoren liegt dies zum Teil in der umfangreicheren Ausstattung mit Elektrogeräten und zum Teil im Verbrauchsverhalten begründet. So ist Kochen mit Strom in ostdeutschen Haushalten etwas weniger verbreitet als in westdeutschen. Bei den Geräten sind es vor allem Nachtspeicherheizungen und Klimaanlagen, die den Stromverbrauch eines Haushalts in die Höhe treiben. Insgesamt nutzt knapp ein Drittel der Haushalte Strom zumindest gelegentlich zu Heizzwecken.
In der Erhebung wurden auch Daten zur PKW-Nutzung der privaten Haushalte abgefragt. 80 % der von den Haushalten genutzten Fahrzeuge werden mit Benzin betrieben; der durchschnittliche Verbrauch pro 100 km liegt hier bei 8,3 l. Dieselfahrzeuge, die etwa 20 % des PKW-Bestandes stellen, verbrauchen mit 7,1 l pro 100 km deutlich weniger. Die durchschnittliche jährliche Fahrleistung zu privaten Zwecken liegt bei 10.600 km (Benzin) bzw. 14.400 km (Diesel).
Weitere Informationen über den Forschungsbericht unter:
Forschungsbericht