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News vom 24.01.2006

Noch ungenutztes Potential beim Holzstandort Deutschland

In der Holz- und Forstwirtschaft in Deutschland werden nur rund 2/3 des jährlichen Holzzuwachses genutzt. Das Bundeswirtschaftsministerium will diese Branche unterstützen.

Verschiedene Holzarten für ein Biomasseheizkraftwerk  - Foto: BMU / Bernd Müller
Verschiedene Holzarten für ein Biomasseheizkraftwerk - Foto: BMU / Bernd Müller
"Wir werden den Holzstandort Deutschland stärken", sagte Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (BMWi), am 13.Januar im Rahmen der Gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) und der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände (Arge Grundbesitzer) in Berlin.

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums werde Invest in Germany im April eine Marketingbroschüre zum Holzstandort Deutschland vorlegen, die zu Investitionen im ländlichen Raum anregen und so letztlich zur Schaffung neuer und zum Erhalt bestehender Arbeitsplätze beitragen solle, so Staatssekretär Schauerte.

Diese Broschüre zum Holzstandort Deutschland wird die aktuelle Situation und das Potential darstellen, aber auch andere wichtige Bereiche wie u. a. Forschung und Innovation, Holzwerkstoffe oder Ausbildung einbeziehen.

Die Forst- und Holzwirtschaft ist mit rund 2 Mio. Waldbesitzern, ca. 185 000 Betrieben mit über 1,3 Mio. Beschäftigten und rund 181 Mrd. ¤ Umsatz (Studie des Waldzentrums, Uni Münster) ein volkswirtschaftlich und beschäftigungspolitisch wichtiger Faktor. Allerdings werden nur rund 2/3 des jährlichen Holzzuwachses von etwa 95 Mio. Kubikmeter genutzt.

Das ungenutzte Potential müsse erschlossen werden, so der Staatssekretär. Schauerte betont: "Hier ist Raum für Investitionen. Sie dienen dem Erhalt der Unternehmen und bilden die Voraussetzung für mehr Beschäftigung in der Branche."

Schauerte sagte zu, die Bildung eines Clusters "Forst und Holz" zu unterstützen und forderte die Teilnehmer auf, die Förderprogramme der EU stärker für ihre Branchen zu nutzen.

In diesem Zusammenhang verwies er besonders auf die forest-based-sector technology platform (www.forestplatform.org) für Wald-Holz-Papier, mit der die anwendungsorientierte Forschung und damit die enge Zusammenarbeit besonders der mittelständischen Wirtschaft mit Forschungseinrichtungen gefördert werden soll. Schauerte ermunterte die mittelständischen Unternehmen, sich zusammen zu schließen, um die nötigen Eigenmittel aufbringen und rechtzeitig mit der Erarbeitung von Projektanträgen beginnen zu können.

Staatssekretär Schauerte: "Das Motto muss lauten: Nur gemeinsam sind wir stark. Das heißt: Alle Beteiligten müssen enger zusammen arbeiten, um den globalen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich begegnen zu können."
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