11,08 Prozent der deutschen Haushalte haben im Jahr 2004 mindestens einmal ihre Wohnung gewechselt (Vorjahr: 10,98). Das ergab eine Untersuchung der Techem AG, Europas führender Dienstleister für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, im Dezember letzten Jahres.
Die Techem AG in Eschborn
Die Zahlen wurden auf der Basis von 3,82 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, in denen das Unternehmen den Heiz- und Wasserverbrauch misst und abrechnet, ermittelt.
Ostdeutsche Haushalte ziehen dabei mit 11,93 Prozent (Vorjahr 12,13) nach wie vor häufiger um als westdeutsche mit 10,79 Prozent (Vorjahr 10,57). Allerdings gleichen sich die Quoten inzwischen kontinuierlich an.
Spitzenreiter sind Heide mit 18,8 Prozent (Vorjahr 17,9), Oldenburg mit 16,8 Prozent (18,1), Bonn mit 16,1 Prozent (12,2), Görlitz mit 16,1 Prozent (14,9) und Flensburg mit 15,9 Prozent (16,1). Die wenigsten Umzüge hatten Ludwigsburg mit 6,6 Prozent (Vorjahr 6,3), Stuttgart mit 7,3 Prozent (7,1), Göppingen mit 7,5 Prozent (8,0), Hattingen mit 7,6 Prozent (8,2) und Karlsruhe mit 7,9 Prozent (8,3).
Techem analysiert die Umzugsquoten seit 1985. Dabei wurde der niedrigste Wert für Deutschland im Jahre 1990 mit 6,8 Prozent registriert, der höchste 1999 mit 11,6 Prozent. Ein Sprecher von Techem: "Die aktuellen Zahlen liegen weiterhin auf hohem Niveau. Der seit 1999 zunächst zu beobachtende Rückgang der Umzüge ist generell etwas ins Stocken geraten."
In über einem Drittel der 422.836 von einem Umzug betroffenen Wohnungen, nämlich in 146.895 oder 34,74 Prozent, erfolgten nach der Techem-Untersuchung innerhalb des Jahres weitere Umzüge.
Alle von Techem ermittelten Umzugsquoten in deutschen Städten finden Sie hier:
Untersuchung Techem