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News vom 10.02.2006

Materialeffizienz - Weg zur Kostensenkung im Mittelstand

Durch effizienteren Materialeinsatz können Unternehmen in erheblichem Maße Kosten einsparen. Um besonders mittelständische Betriebe hierbei gezielt zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ein Förderprogramm zur Materialeffizienz gestartet.

Unterstützung bei der Steigerung der Materialeffizienz
Unterstützung bei der Steigerung der Materialeffizienz
Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff "Materialeffizienz". Laut demea (deutsche Materialeffizienzagentur des BMWi) kann Materialeffizienz als Verhältnis der hergestellten Produkte zur Menge der eingesetzten Materialien definiert werden. Ansatzpunkte zur Steigerung der Materialeffizienz sind Verminderung von Materialverlusten durch Qualitätsverbesserung, Reduzierung von Verschnitt und Abfall, Optimierung von Konstruktion und Produktdesign.

Das "Programm für die Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen zur rentablen Verbesserung der Materialeffizienz (VerMat)" soll damit der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstums dienen.

Mit dem Programm „VerMat” sollen KMU beim Erkennen von Möglichkeiten zur Verringerung des Materialeinsatzes und der genauen Lokalisation dieser Einsparpotenziale unterstützt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung des notwendigen Technologie- und Management-Know-hows durch geeignete, KMU-nahe Berater.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos betonte: "Effizienter Materialeinsatz hilft Kosten senken. Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen und steigender Rohstoffpreise wird es für die Unternehmen immer wichtiger, sich mit diesem Thema zu befassen." Das neue Programm werde dazu beitragen, deutsche Unternehmen fit für den internationalen Wettbewerb zu machen, so Minister Glos weiter.

Das Förderprogramm unterstützt primär kleine und mittlere Unternehmen bei der Identifikation und Umsetzung von Einsparmöglichkeiten durch verbesserten Materialeinsatz. Das Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst eine fachliche Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Dabei gibt es zwei Beratungsformen:
  • Eine fachliche Erstberatung in Form einer Potenzialanalyse im KMU, bei der z.B. eine quantitative Darstellung der Stoffströme und eine Ermittlung der innerbetrieblichen Materialverluste erfolgt. Diese Maßnahme wird mit maximal 10.000 Euro bei einer Förderquote von höchstens 67 % unterstützt.
  • Eine Vertiefungsberatung vor allem bei KMU mit entsprechend komplexen Stoffströmen, bei der u.a. eine detaillierte Planung von unternehmensspezifischen Maßnahmen und eine umfassende Begleitung der KMU während der Umsetzungsphase unterstützt werden soll. Dabei beträgt die Fördersumme bis zu 99.000 Euro bei einer maximalen Förderquote von 33 %.
Förderberechtigt sind KMU aus folgenden ausgewählten Branchen: Herstellung von Metallerzeugnissen, Herstellung von Anlagen zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung, Herstellung von Kunststoffwaren und Chemische Industrie (ohne Grundstoffindustrie).

Informationen zu den genauen Förderbedingungen und die Antragsunterlagen finden sich unter:
www.materialeffizienz.de/dokumente

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