Die NürnbergMesse steht 2006 vor einem neuen Rekordjahr: Auf rund 120 Millionen Euro (2005: 96 Mio. Euro; 2004: 108 Mio. Euro) wird der Umsatz nach den Erwartungen von Bernd A. Diederichs, Geschäftsführer der NürnbergMessen, klettern.
Das Nürnberger Messegelände Foto: NürnbergMesse
„Dieses Wachstum werden wir aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe realisieren“, betont Diederichs. Mit der Gründung einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft in China werden zudem die Weichen für ein weiteres Wachstum im Ausland gestellt.
Gegenüber dem turnusbedingt besser vergleichbaren Jahr 2004 soll der Umsatz der NürnbergMesse 2006 deutlich um rund elf Prozent zulegen. „Trotz der vierwöchigen Pause durch die Fußball-WM, in der für Messen nicht ausreichend Hotelzimmer zur Verfügung stehen, erwarten wir eines der veranstaltungsstärksten Jahre in der Geschichte der NürnbergMesse“, so Diederichs.
Insgesamt finden
27 internationale Fachmessen und Fachausstellungen statt, im turnusgemäß schwächeren Veranstaltungsjahr 2005 waren es 22. Weitere elf Eigen- und Partnerveranstaltungen werden durch die Auslandsmessegesellschaft Nürnberg Global Fairs durchgeführt.
NürnbergMesse gründet Tochtergesellschaft in China „China ist bereits heute nach Italien das zweitwichtigste Ausstellerland der NürnbergMesse“, erklärt Diederichs. Die Größe und Komplexität der chinesischen Wirtschaft, die Andersartigkeit der Marktbearbeitung, die Sicherung der hohen Anzahl eigener Projekte und die interessanten Kooperationsangebote erfordern nach seinen Worten aus strategischer Sicht eine verstärkte direkte Präsenz in China.
Laut NürnbergMesse sollen davon auch die Fachmessen in Nürnberg nachhaltig profitieren. Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Anteil chinesischer Unternehmen in Nürnberg auf rund 800 knapp verdreifacht. Inzwischen kommt knapp jeder zehnte internationale Aussteller am Messeplatz Nürnberg aus China.
Doch auf der SHK-Hamburg gingen die Diskussionen unter den Herstellern und Fachhandwerkern teilweise in eine andere Richtung. Eine zu starke Präsenz chinesischer Hersteller wird auch mit Sorge betrachtet.