Er zeigt sich gegenwärtig wieder etwas fülliger, der Einrichtungstrend im Badbereich. Nach all den extrem reduzierten Formen der letzten Jahre war schließlich auch kaum noch ein weiteres „Weniger“ möglich.
Aktuelle Trends werden auf der IFH/Intherm in Nürnberg gezeigt
Und so ist es nur logisch, dass sich der Erfolg inzwischen auf breitere Linien konzentriert. Trotzdem bleibt es bei einer ruhigen, sachlichen Formensprache und bei einem erfrischend sachlichen Materialmix aus Keramik, Echtglas, Kunststoffen und edlen Metallen. Auffallend: Der wachsende Anteil unterschiedlichster Hölzer, der für natürliche Kontraste bei der Einrichtung sorgt.
Vielleicht ist es der Begriff „Gediegenheit“, mit dem sich die aktuelle Badmode am besten beschreiben lässt. Ruhig und elegant wirken die modernen Sanitärprogramme, von der keramischen Einrichtung bis zur Armatur. Wasserspender mit breiten Ausläufen gelten als hochaktuell. Waschtische, WC und Wannen mit bauchigen Formen sorgen für gewichtige Eindrücke. Wer sich mit häufig vorhandenen Platzproblemen im Bad plagen muss, findet ein großzügiges Angebot an Randflächen, Regalen und weiteren Ablagemöglichkeiten.
Was darüber hinaus auffällt, ist der Wunsch nach Leichtigkeit. Denn trotz der üppigeren Formensprache präsentieren sich zeitgemäße Bäder luftig und unbeschwert. Transparenz ist in diesem Zusammenhang ein viel zitiertes Thema. Duschabtrennungen aus Klarglas sind hier ein entscheidender Beitrag. Darüber hinaus fallen Möblierungen durch pfiffige Details und durch mobile Einzellösungen auf.
Rollbare Elemente machen sich kurzerhand dort nützlich, wo sie gebraucht werden, schmale Apothekerschränke bieten viel Platz bei nach wie vor geringem Raumbedarf und schlank proportionierte Unterbauelemente fallen durch dezente Eleganz auf. Wuchtige Lösungen sind fast ganz von der Bildfläche verschwunden. Sie haben Platz gemacht für vielseitig zusammenstellbare Systeme, die auch häufige Umzüge problemlos mitmachen.
Hell bis heiter die Farbpalette. Klares, ungebrochenes Weiß ist das unübersehbar beherrschende Element dieser lichten Gestaltung. Ganz nach Wunsch wird es kombiniert: Entweder mit warmen Holzdekoren in unterschiedlichsten Maserungen und in Farbabstufungen von hellem Ahorn bis dunkler Wenge. Oder durch poppige Töne im Retro-Stil. Ganz speziell Orange und Gelb sind verantwortlich für ausgesprochen sonnige Momente im Sanitärbereich.
Mehr denn je gelten Designer-Namen als Nachweis für den hohen gestalterischen Wert einer Badezimmer- oder WC-Einrichtung. Ob Joop oder Starck, ob Alessi oder Sieger – fast alle großen Herstellerfirmen aus dem Sanitärbereich schmücken mit einem oder gleich mehreren klangvollen Namen ihre Produktpalette. Auch das der Ausdruck eines Einrichtungstrends: Einzigartig und zeitlos wünschen sich immer mehr Verbraucher ihre „Nasszelle“.
Einen guten Überblick über die aktuellen Trends im Badbereich bietet die
Fachmesse IFH/Intherm vom 5. bis 8. April 2006 in Nürnberg. Dort präsentieren nationale und internationale Hersteller ihre aktuellen Produkte und Accessoires.