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News vom 21.02.2006

Energiesparende Sanierung beim Stadtumbau Ost sichert Gebäudebestand

Insgesamt 13 Gebäude in Sachsen werden demnächst so modernisiert, dass sie nach der Sanierung im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie Neubauten. Denn: Energieeffiziente Sanierungen schützen vor steigenden Energiekosten.

dena-Modellprojekt : Energetisch saniertes Mehrfamilienhaus in Nürnberg  - Foto: dena
dena-Modellprojekt : Energetisch saniertes Mehrfamilienhaus in Nürnberg - Foto: dena
Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass bestehende Gebäude und Wohnquartiere langfristig attraktiv bleiben. Vorgestellt wurden einige dieser Projekte Ende Januar im Rahmen der Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) "Stadtumbau Ost - Chancen zur energieeffizienten Sanierung" in Freital bei Dresden.

"Von den wirtschaftlich erschließbaren Energieeinsparpotenzialen bei Sanierungen werden bislang durchschnittlich nur 50 Prozent genutzt. Für die regionale Entwicklung und Innovationen im Gebäudebereich bietet die energetische Sanierung von Gebäuden ein großes Potential, auch in Sachsen. Sie macht Bestandsgebäude auf Dauer "wettbewerbsfähig" mit dem Neubau. Es müssen ukunftsweisende Lösungen entwickelt werden, die hochinnovative technische Standards mit einer Aufwertung von Siedlungen und Quartieren verbinden", betont Felicitas Kraus, dena-Bereichsleiterin Energieeffizienz im Gebäudebereich.

110 Wohngebäude aus ganz Deutschland werden im Rahmen des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" mit innovativer Sanierungstechnik auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Dabei sind alle Gebäudegrößen und Baualter vor 1979 vertreten: vom Einfamilien- bis zum Hochhaus, vom mittelalterlichen Fachwerkhaus bis zum Siebzigerjahrebau. In etwa der Hälfte aller Projekte wird zusätzlich Wärme über Solaranlagen erzeugt. Ein Drittel der Gebäude setzt bei der Energieversorgung auf Biomasse.

Besonders stark ist die Region Sachsen mit Sanierungsvorhaben vertreten: Die Palette reicht vom denkmalgeschützten Fachwerkhaus in Grimma bis zum Mehrfamilienhaus aus den 50er Jahren in Dresden.

Dazu Prof. Dr. Namysloh, Abteilungsleiter für Bau- und Wohnungswesen im sächsischen Innenministerium: "Der Freistaat Sachsen setzt sich mit dem Stadtumbau Ost für eine Verstärkung und Verbesserung der Städte als Wirtschafts- und Wohnstandort ein. Dazu gehört für uns auch die energetische Modernisierung und Sanierung der Altbausubstanz, weil wir damit bestehende Gebäude durch innovative Bautechnik für Mieter und Vermieter attraktiv gestalten und Leerstand vermeiden helfen. Gleichzeitig reduzieren wir klimaschädliche CO2-Emissionen und schaffen Arbeitsplätze in der Region."
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