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News vom 13.03.2006

Kolping-Haus kappt Kohlendioxid

Kohlendioxid trägt als Treibhausgas wesentlich zur Erderwärmung bei. Seit Beginn der Industrialisierung ist sein Anteil in der Atmosphäre um rund ein Drittel gestiegen: Das Verfeuern von Öl, Gas und Kohle sowie das großflächige Abholzen von Wäldern
fordern ihren Tribut.

Soll ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk erhalten - das Kolping-Familienhotel in Lambach - Foto: DBU
Soll ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk erhalten - das Kolping-Familienhotel in Lambach - Foto: DBU
Global denken - lokal handeln: Das Kolpingwerk Regensburg will nun in seinem Familienhotel in Lambach in Bayern ein Zeichen für besseren Umweltschutz setzen: Mit einem neuen Rapsöl-Blockheizkraftwerk will das Umweltbildungs- und Erlebnishaus den jährlichen Kohlendioxidausstoß, der in Deutschland pro Kopf bei elf Tonnen liegt, um 60 Prozent oder 200 Tonnen verringern.

Das Projekt wird mit 40.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt und durch messtechnische Untersuchungen der Fachhochschule Amberg/Weiden begleitet.

Das Kolping-Familienhotel im Landkreis Cham im Naturpark Bayerischer Wald dient vor allem der Jugend- und Familienbildung sowie der Familienerholung. In den letzten Jahren wird es verstärkt auch von Schulklassen, Lehrlings- und Jugendgruppen für Umweltbildungs- und Erlebnistage genutzt und verzeichnet jährlich über 40.000 Übernachtungen. Derzeit werden ausschließlich Heizöl und elektrischer Strom als Energieträger verwendet. Der Heizölverbrauch beträgt jährlich ca. 120.000 Liter, der Bedarf an elektrischer Energie rund 300.000 Kilowattstunden.

2003 wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie der Fachhochschule Amberg/Weiden Maßnahmen zur Optimierung des Energiekonzepts beleuchtet. Danach lässt sich allein durch die bauliche Vollsanierung des Hauses der Wärmebedarf um rund ein Fünftel verringern, wozu zurzeit umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen sind.

Die Energieversorgung soll nun durch die Nutzung einer erneuerbaren Energiequelle und wirkungsvolle Energieerzeugung verbessert werden. Hierzu wird ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk aufgebaut, das elektrische Energie (Leistung 50 Kilowattstunden) und Wärme (Leistung 88 Kilowattstunden) bringt. Wärmetechnisch voll saniert deckt die Anlage die Grundlast ab. Für Spitzenlasten soll ein neuer Heizölkessel installiert werden. Ludwig Haindl vom Kolpingwerk Regensburg: "Damit ist eine sichere Energieversorgung und eine ökologisch sinnvolle Nutzung dieses erneuerbaren Energieträgers möglich."

Zielgruppe des Demonstrationsvorhabens sind die Besucher des Ferienheims und Kolpingmitglieder. Bei ihnen soll die Akzeptanz für rationelle Energieerzeugung und -verwendung sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien erhöht, ihr Kenntnisstand verbessert werden. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: "Aufgrund der Einbindung des Demonstrationsvorhabens in das Bildungsangebot des Familienferienheims ist hier ein besonders guter Effekt zu erwarten." Neben den technischen Maßnahmen und der umfassenden messtechnischen Begleitung sollen auch unterschiedliche Informations- und Präsentationsmaterialien erarbeitet werden.
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Peter 888 schrieb: Hallo Du brauchst nach jedem Wärmeerzeuger im Vorlauf (nach dem Abzweig zur Rücklaufanhebung) ein Rückschlagventil. Oder Du machst als Rücklaufanhebung ein Dreiwegeventil, das nach Abschaltung des WE...
kathrin schrieb: @Zwilling76 Heizkurve in Ruhe lassen hatte ich v.a. auf solche Überlegungen bezogen: Mal etwas ausgeholt: Eine richtig eingestellte Heizkurve liefert genau genommen nur dann wirklich die gewünschte...
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