Der Architekten- und Ingenieurverein (AIV) Berlin e.V. feierte am 13. März den Abschluss des Schinkelwettbewerbs 2006 und den 225. Geburtstag des Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel.
Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup - Foto: Bundesbildstelle
Der Schinkel-Wettbewerb wurde erstmalig 1852 unter den Vereinsmitgliedern des AIVs ausgeschrieben. Seitdem werden in diesem Förderwettbewerb Jahr für Jahr jungen Architekten, Ingenieuren und Künstlern in nunmehr neun Fachsparten (Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Kunst und Bauen, Konstruktiver Ingenieurbau, Ver- und Entsorungstechnik, Straßenbau und Verkehrswesen, Eisenbahnbau, Wasserbau) Aufgaben gestellt mit dem Ziel, deren Kreativität und Phantasie für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben herauszufordern.
Der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, wies auf diese lange Tradition des Schinkelwettbewerbs hin, der im Hinblick auf den fachübergreifenden Ansatz eine besondere Bedeutung unter den Nachwuchswettbewerben in Deutschland habe.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördere daher den Wettbewerb seit vielen Jahren. "Die fachübergreifende Zusammenarbeit ist zunehmend wichtig, um zukunftsweisende Qualitätsansätze weiter zu entwickeln. Sie ist ein zentrale Zukunftsaufgabe für junge Planer, die geübt werden muss", sagte der Staatssekretär.
Wettbewerbe seien dafür besonders geeignet. Vor allem die Ingenieure nutzten sie zunehmend als Plattform für ihre Leistungen, wie die Beiträge in der Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau zeigten. Mit dem diesjährigen Thema der grenzüberschreitenden Stadtplanung habe sich der Wettbewerb einem hochaktuellen Thema gewidmet.
"Die Öffnung von Grenzen für Planungsleistungen, die Internationalisierung des Planens und Bauens muss in Deutschland stärker als Chance begriffen werden", so Lütke Daldrup. Eine Aufgabe, der sich auch die Nachwuchsgeneration der Planer stellen müsse.