Bundesumweltminister Gabriel weihte noch kurz vor Ostern das erste Biomasse-Heizkraftwerk des Vattenfall-Konzerns im brandenburgischen Sellesen ein.
Biomasse-Heizkraftwerk in Brandenburg - größtes „Naturlabor“ in Deutschland
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Rolle erneuerbarer Energien für die Energieversorgung in Deutschland hervorgehoben. Bei der Einweihung des Vattenfall-Heizkraftwerkes in Sellesen Brandenburg) sagte Gabriel: "Ich begrüße die Entscheidung, in Sellesen ein Heizkraftwerk auf der Basis von Biomasse zu betreiben. Die Bundesregierung setzt auf einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Nutzung von Biomasse spielt dabei eine Schlüsselrolle für Klimaschutz und stabile Energiepreise. Genau wie Biokraftstoffe sorgt sie für mehr Versorgungssicherheit, denn ein Großteil der Rohstoffe wächst direkt vor unserer Haustür."
Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Dr. Klaus Rauscher, betonte, dieses neue Biomasse-Heizkraftwerk Sellessen stehe für das Engagement von Vattenfall im Bereich der Nachhaltigkeit und der umweltgerechten Energieversorgung. „Wir wollen die regenerativen Energien stärken als wichtigen Teil eines ausgewogenen Energiemixes der Zukunft. Dabei setzen wir auch auf die Nutzung von Biomasse. Wir werden aber auch die konventionellen Methoden der Energieerzeugung nicht vernachlässigen, sondern ebenfalls weiter ausbauen. Dies ist für eine breite und langfristige Versorgungssicherheit in Deutschland notwendig. “
Das Biomasse-Heizkraftwerk ist die erste Pilotanlage des Vattenfall-Konzerns zur Strom- und Wärmeerzeugung auf der Basis von Biomasse. Sie versorgt mit 3,5 Megawatt (MW) thermischer und 2,5 MW elektrischer Leistung den nahe gelegenen Ort Haidemühl mit regenerativer Energie.
Genutzt werden bis zu 85 Prozent des Holzbedarfs direkt aus der Region, aus der bisher ungenutzten Biomasse der Tagebau-Beräumung. Zukünftig sollen auch auf rekultivierten Tagebauflächen schnell wachsende Hölzer angebaut werden, die im Heizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt werden können. Auf einer Rekultivierungsfläche von 170 Hektar des Braunkohletagebaus sollen in Kooperation mit der Technischen Universität Cottbus und der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft Pflanzen erforscht, für das Kraftwerk genutzt und die Wirtschaftlichkeit von Biomasse nachgewiesen werden.