Bundeswirtschaftsminister Michael Glos appellierte beim 10. Internationalen Energieforum in Doha an die Ölländer, die anstehenden großen Investitionen in die Ölproduktion nicht aufzuschieben, damit der Ölpreis wieder auf ein vernünftiges Niveau sinken kann.
Bundeswirtschaftsminister Micheal Glos fordert die Investitionen in die Ölproduktion nicht aufzuschieben
Das Internationale Energieforum (International Energy Forum, IEF) das einzige Energieministertreffen auf höchster Ebene, fand dieses Jahr am 23. und 24.April im Gastgeberland Katar statt. Rund 80 energieproduzierende und -importierende Länder diskutierten dort über die Versorgungssicherheit, nachhaltige Energieversorgung, Förderung erneuerbarer Energien, den Investitionsbedarf sowie den Zugang zur Energie.
Glos: "Wir müssen wieder eine höhere Flexibilität in der Ölproduktion erreichen, damit nicht jeder drohende Engpass den Ölpreis immer weiter in die Höhe treibt."
Glos forderte eine größere Offenheit der Produzentenländer für ausländische Beteiligungen und verlässliche Investitionsbedingungen. Die Industrieländer und die großen Ölgesellschaften forderte er auf, die Interessen der Produzentenländer am Aufbau einer modernen Wirtschaftsstruktur nicht aus den Augen zu verlieren und diese dabei zu unterstützen.
Glos: "Beide Seiten müssen mit Transparenz weiteres Vertrauen aufbauen, damit mehr Kooperation und Partnerschaft möglich werden. Die gewaltigen Herausforderungen der globalen Energiesicherung sind nur in Partnerschaft zu lösen."
Das 10. Internationale Energie Forum findet 15 Jahre nach der ersten Konferenz der Öl- und Verbraucherländer statt. Das sich sehr dynamisch entwickelnde Katar verfügt über die drittgrößten Gasvorkommen der Welt und ist im Begriff, ein Zentrum im neuen Markt für verflüssigtes Erdgas zu werden.
Glos traf in Doha unter anderem mit Katars Vizepremier und Öl- und Industrieminister Al-Attiyah zusammen und brachte das deutsche Interesse an einer Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Ausdruck.