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News vom 10.05.2006

Deutsche Unternehmensbesteuerung - Spitzenbelastung im EU-Vergleich

Deutschland belastet die Gewinne seiner Kapitalgesellschaften so stark wie sonst nur Spanien in der Europäischen Union. Der steuerliche Standortnachteil Deutschlands hat sich im vergangenen Jahr vergrößert:

Die Steuerberechnungen des ZEW im europäischen Vergleich
Die Steuerberechnungen des ZEW im europäischen Vergleich
Während hierzulande über Steuersenkungen bislang nur diskutiert wird, haben eine Reihe anderer EU-Staaten wie Österreich, Dänemark oder die Niederlande gehandelt. Dies zeigt eine vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim vorgenommene Berechnung der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen in der Europäischen Union für das Jahr 2005.

Laut der Studie des ZEW belastet Deutschland demnach Unternehmensgewinne effektiv mit 36 Prozent. Der Durchschnittswert der anderen EU-Staaten beträgt 23,7 Prozent. Selbst wenn man die Niedrigsteuerstandorte der neuen Mitgliedstaaten außer Acht lässt, wird der Handlungsbedarf deutlich: Standorte wie Österreich oder Skandinavien unterbieten Deutschland bei der Belastung von Unternehmen inzwischen um mehr als zehn Prozentpunkte (siehe Abbildung). Ergebnisse einer vom ZEW für BAK Basel Economics durchgeführten Analyse bestätigen die ungünstige Positionierung Deutschlands auch im Vergleich zu weiteren Standorten außerhalb der EU inklusive der Schweiz.

Dadurch werden starke steuerliche Anreize zur Verlagerung von Unternehmen oder Gewinnen gesetzt. Verlierer der deutschen Passivität ist somit der deutsche Standort und vor allem der deutsche Fiskus: Bei derartigen Belastungsunterscheiden werden multinationale Unternehmen alle legalen Möglichkeiten nutzen, Gewinne jenseits der deutschen Grenzen zu versteuern. "Der Befund zeigt, dass Deutschland bei der beabsichtigten Reform der Unternehmensbesteuerung keine Zeit zu verlieren hat", kommentiert Friedrich Heinemann, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs "Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft".

Die vom ZEW berechneten effektiven Steuersätze sind umfassende Maßzahlen. Die Berechnungen beziehen alle belastungsrelevanten Ertrags- und Substanzsteuern des jeweiligen Landes ein. Betrachtet wird dabei eine rentable Modellinvestition eines Unternehmens. Eingang in die Untersuchung finden neben den jeweiligen Steuertarifen auch die wichtigsten Vorschriften zur Bestimmung der Bemessungsgrundlagen wie beispielsweise Abschreibungsvorschriften.
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PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
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