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News vom 16.05.2006

Mehr Komfort mit weniger Energieverbrauch

Deutschland ist der weltweit führende Forschungs- und Entwicklungsstandort in Hinblick auf die Energieeffizienz bei Häusern. Energiesparend bauen? Hannover zeigt, wo's langgeht - mit der 10. Internationalen Passivhaustagung und Passivhaus-Ausstellung.

Schema: In einem Passivhaus schließen besondere Fenster und eine Hülle aus hochwirksamen Dämmpaketen in Außenwänden, Dach und Bodenplatte die Wärme schützend ein. Für ständig frische Luft ohne Zugerscheinungen sorgt gleichzeitig eine Lüftungsanlage, in der ein hocheffizienter Wärmetauscher Wärmeverluste weitgehend verhindert. Die Fenster kann und darf man trotzdem öffnen. (Quelle: proKima Hannover)
Schema: In einem Passivhaus schließen besondere Fenster und eine Hülle aus hochwirksamen Dämmpaketen in Außenwänden, Dach und Bodenplatte die Wärme schützend ein. Für ständig frische Luft ohne Zugerscheinungen sorgt gleichzeitig eine Lüftungsanlage, in der ein hocheffizienter Wärmetauscher Wärmeverluste weitgehend verhindert. Die Fenster kann und darf man trotzdem öffnen. (Quelle: proKima Hannover)
Foto: Zum Passivhaus modernisierter Altbau in Ludwigshafen (Städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG).
Foto: Zum Passivhaus modernisierter Altbau in Ludwigshafen (Städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG).
Ausdruck dieser Vorreiterrolle ist die zehnte Internationale Passivhaustagung, die am 19. und 20. Mai im Hannover Congress Centrum unter dem Leitmotiv „Zukunft aktiv gestalten“ stattfindet.

Auf globaler Ebene kann keine andere Veranstaltung zum Thema Passivhaus mit einer höheren internationalen Beteiligung aufwarten. Die Veranstalter, das Passivhaus Institut in Darmstadt, der enercity-Fonds proKlima in Hannover und die Klimaschutzagentur Region Hannover, erwarten 600 bis 800 Teilnehmer – über die Hälfte davon aus den europäischen Nachbarländern sowie aus Nordamerika und Asien.

Das weltweite Interesse am Passivhauskonzept ist begründet: Ein Passivhaus benötigt, bei höherem Wohnkomfort, 90 Prozent weniger Heizenergie als ein Altbau. Eine extreme Einsparrate, die in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungsreihen empirisch bestätigt wurde und von nationaler Bedeutung ist. Denn sogar im umweltbewussten Deutschland macht allein die Heizung immer noch ca. ein Drittel des gesamten einheimischen Energieverbrauchs aus – und damit mehr als der Verkehr. In weniger umweltbewussten oder kälteren Ländern liegt der Anteil daran noch höher.

Diese Veranstaltung, die von proKlima und Klimaschutzagentur in die Landeshauptstadt geholt wurde, ist nicht nur Treffpunkt der internationale Passivhaus-Szene, sondern bietet mit der begleitenden Passivhaus-Ausstellung jedem Interessierten einen Überblick zum Baustandard der Zukunft. Die Ausstellung richtet sich an interessierte Bauherren und Fachbesucher wie Architekten, Baufachleute, Planer, Energieberater, Hersteller von Bauprodukten, Unternehmen der Bauindustrie, Wohnungswirtschaft und Energieversorger.

Als Leitmesse der Passivhausbranche informiert sie umfassend über Produkte, Werkstoffe, neue technische Systeme und Verfahren des energieeffizienten Bauens und Modernisierens. Parallel zur 10. Internationalen Passivhaustagung präsentieren sich auf der Ausstellung:
  • Bauunternehmen, Fachverbände, Architektur und Ingenieurbüros,
  • Hersteller von Fenstern, Türen, Lüftungsanlagen und Dämmstoffen,
  • Anbieter von Bauteilen, Gesamtlösungen, Haustechniksystemen und Solarfirmen.
Sie zeigen Baukomponenten und ­produkte, die durch hohe Qualität und innovative Technik den Spitzenstandard beim energieeffizienten Bauen erreichen.

Die Ausstellung ist am Freitag, 19. Mai, von 9 bis 19 Uhr geöffnet und am Samstag, 20. Mai, von 9 bis 17 Uhr. Ein begleitendes Vortragsprogramm vermittelt Tipps aus der Praxis mit Beiträgen rund um die Themen Bauen, Modernisieren und Energiesparen. Tagung und Ausstellung finden direkt nebeneinander im HCC Hannover statt. Der Eintritt zur Ausstellung ist für alle Besucher frei.

Über das Passivhaus
Ein Passivhaus verbraucht 90 Prozent weniger Heizwärme als ein Haus im Baubestand und 75 Prozent weniger als ein durchschnittlicher Neubau – der Heizwärmebedarf eines Passivhauses liegt mit 15 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr um ein Vielfaches unter dem eines Niedrigenergiehauses. Gleichzeitig ist der Wohnkomfort in einem Passivhaus wesentlich höher.

Anders als Standardgebäude, die viel Wärme verschwenden und deshalb aktiv beheizt werden müssen, nutzt das Passivhaus die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen wie zum Beispiel die Körperwärme von Personen oder einfallende Sonnenwärme – die Heizung wird dadurch grundlegend vereinfacht. Besondere Fenster und eine Hülle aus hochwirksamen Dämmpaketen in Außenwänden, Dach und Bodenplatte schließen die Wärme schützend ein. Für ständig frische Luft ohne Zugerscheinungen sorgt gleichzeitig eine Lüftungsanlage, in der ein hocheffizienter Wärmetauscher Wärmeverluste weitgehend verhindert.

Der Passivhausstandard wurde 1990 in deutsch-schwedischer Kooperation entwickelt und ist einer der wissenschaftlich am besten dokumentierten Baustandards weltweit. Er stellt mit wirtschaftlich attraktiven Mitteln nicht nur einen extrem niedrigen Energiebedarf sicher, sondern sorgt vor allem dafür, dass sich die Menschen im Passivhaus im Sommer wie im Winter überaus wohl fühlen. Allein in Deutschland wurden bereits über 6.000 Wohnungen, Büros, Schulen und andere Gebäude im Passivhaus-Standard gebaut.
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fame schrieb: Danke dir, bin glaube ich langsam bekehrt und überzeugt :) Der Heizungsbauer macht gerade Alarm bei der Firma welche die HLB gemacht hat. Ihm war nicht bewusst dass diese unvollständig ist (sprich die...
metusalem28 schrieb: Hallo, es scheint der Fehler ist lokalisiert: es lag - wird sich jetzt zeigen - wohl an dem Kondensatablauf, der durch die Reinigung kpl. versandet war, und somit das Kondensat nicht ablaufen konnte. Nach...
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