Im April diesen Jahres sind nach nur zwölf Monaten Bauzeit die Bewohner in ihr Passivhaus „Eureka“ eingezogen. Das vom Architekt Meinhard Hansen geplante Gebäude im Stadtteil Vauban ist mit knapp 3.000 m2 Wohnfläche das größte badische Passiv-Mehrfamilienhaus.
Passiv-Mehrfamilienhaus "Eureka" im Freiburger Stadtteil Vauban.
27 Familien profitieren jetzt von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und einem hohen Wohnkomfort. Die Investitionen betrugen rund 6,5 Millionen Euro. Über die Fertigstellung freut sich Meinhard Hansen besonders – er ist mit seiner Familie selbst in eine der Eigentumswohnungen gezogen.
„Eine exzellente Gebäudedämmung und die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgen an kalten Tagen für Behaglichkeit mit vorgewärmter Frischluft", erklärt Projektleiter Werner Sänger. Das bedeutet: Nicht nur das Wohnklima ist wohltuend, auch die Betriebskosten sind es auf Jahrzehnte hinaus.
„Es fallen nur ein Drittel der Heizkosten eines Niedrigenergiehauses an“, sagt Thorsten Schweizer, mit seiner Frau und 5 Kindern einer der ersten Bewohner. Bei einer 120 m2großen Wohnung sind das inklusive Warmwasser monatlich weniger als 30 Euro.
Das Gebäude nutzt 28 cm starke Wärmedämmplatten und Fenster mit dreifachem Wärmeschutzglas. Bei Kälte überträgt die Lüftungsanlage rund 90% der Abluftwärme auf die Zuluft. Eine thermische Solaranlage und ein Fernwärmeanschluss liefern Warmwasser und die noch nötige Heizenergie. Die Fernwärme stammt aus dem Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk im Stadtteil Vauban. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist vorgesehen. Sie wird Strom in das Netz speisen und eine Rendite von mehr als 5 % bringen.